"Liebe Freunde [...] am Wahltag nicht fehlen!

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonnabend Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 23 Uhr 04 Minuten

 

Liebe Freunde,

Der Termin für die Europawahlen im Juni rückt rasch näher. In diesem Video wird gezeigt, welche wichtigen Dinge auf dem Spiel stehen:

- http://www.youtube.com/watch?v=mKmR...

Daher sollten Sie am Wahltag nicht fehlen!

Bitte senden Sie diesen Link auch an Ihre Freunde weiter und erinnern Sie sie an die Wahl.

Vielen Dank.

Matthias Petschke
Leiter der Vertretung in Deutschland
Europäische Kommission
Unter den Linden 78
10117 Berlin

Gesendet: Mi 03.06.2009 15:00 [1]


Sehr geehrter Herr Siegert,

wir erleben ein besonderes Jahr. Ein Jahr der Krise. Zugleich ein Jahr der Entscheidungen. Die marktradikale Ideologie hat bankrott gemacht. Viel ist in Bewegung gekommen. Gerade jetzt kommt es darauf an, dass wir die Weichen richtig stellen – in Deutschland und auch in Europa.

Die Europawahl am kommenden Sonntag hat herausragende Bedeutung. Europa ist keine Nebensache, Europa ist unsere Sache. Jetzt heißt es, Flagge zeigen, auf die Menschen zugehen, sie überzeugen – darauf kommt es an. Wir haben die besseren Argumente und wir haben mit Martin Schulz einen ausgezeichneten Spitzenkandidaten. Er braucht jetzt unsere volle Unterstützung.

Europa ist in einer Entscheidungssituation. Europas Einheit darf nicht beim Binnenmarkt stehen bleiben. Europa ist mehr als ein Markt. Europa steht für unsere Werte, für Frieden, Fairness und Gerechtigkeit. Wir müssen jetzt den Schritt zu einem sozialen Europa gehen. Die EU muss eine gemeinsame Ordnung aufbauen, mit klaren Regeln für die Märkte und starken sozialen Rechten für die Menschen. Es geht um gute Arbeit und faire Löhne, starke Mitbestimmung, gerechte Bildung, Chancengleichheit und europäische Mindeststandards, die Lohn- und Sozialdumping verhindern. Ein starkes und soziales Europa muss unsere Antwort auf die Globalisierung und auf die Wirtschafts- und Finanzkrise sein.

Das ist unser Weg. Dafür brauchen wir eine starke Sozialdemokratie und mehr SPD für Europa. Lassen Sie uns die konservativ-marktradikale Blockademacht im Europäischen Parlament brechen. Darum geht es bei der Europawahl am 7. Juni! Kämpfen lohnt sich! Ziehen Sie mit, überzeugen Sie Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen, Familie und Nachbarn. Jede Stimme zählt!

Ihr

Frank-Walter Steinmeier
Postanschrift:
Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 141
10963 Berlin

Gesendet: Mi 03.06.2009 10:42


President Pöttering’s message for the citizens - EN version:

- http://www.youtube.com/watch?v=8zgnbblWulw&feature=related


Wie funktioniert die EU ?

- http://www.tagesschau.de/multimedia/animation/animation50.html


Wie funktionieren Europawahlen?

- http://www.focus.de/politik/videos/regelkunde-wie-funktionieren-europawahlen_vid_11137.html


Gerhard Klass mit einem "Kalenderblatt"-Beitrag im Deutschlandfunk am Sonntagmorgen ab 9:15 Uhr über die ersten Wahlen in neuen Ländern zum Europäischen Parlament am 7. Juni des Jahres 1979, unter Verwendung von O-Ton-Mitschnitten von:

Franz Josef Strauss:

"Ich habe ja auch im Zusammenhang mit der Kandidatenliste der SPD den Eindruck, dass man den Versuch, eine sozialistische Gesellschaft zu schaffen, einen Versuch, der in der Bundesrepublik stecken geblieben ist, am Widerstand der Bevölkerung gescheitert ist, an den Verhältnissen der politischen Wirklichkeit gescheitert ist, nun über die europäische Türe wieder von Neuem in die Bundesrepublik einführen will."

Heinrich Böll:

"Europäisch denken bedeutete bis 1945, mehr oder weniger kolonialistisch denken. Ich glaube, was europäisch denken bedeutete, da sollte man die Völker Afrikas, Südamerikas und Ostasiens fragen, was die darunter verstehen. Wir haben uns da immer ein bisschen zuviel eingebildet, glaube ich. Das hier wäre ein ganz neues europäisches Denken."

Robert Jungk [2]:

"Sie wissen: Die Französische Revolution hat damit begonnen, dass der Tiers état seine eigene Versammlung gegründet hat. Und ich könnte mir diese Europäische Versammlung als eine Art Schrittmacher denken."

"Wogegen man sich wehrt ist ja nur die Herrschaft von oben, die zentrale Herrschaft, und hier - das muss man doch einmal offen sagen - hat sich die Großindustrie in Europa ja sehr stark eingeschaltet. Der Einfluss der Großfirmen, der Großkonzerne auf die westeuropäische Politik besonders, ist ganz deutlich."


PS: WS.

Zwischen 16 und 18 Uhr wurden am 7. Juni 2009 insgesamt vier Mal berliner Wahllokale aufgesucht, bevor "kurz vor Toresschluss" eine gültige Stimmabgabe attestiert werden konnte.

Es ist nach wie vor nicht nachvollziehbar, warum die Ergebnisse der Wahlen in den Niederlanden schon vor der Zeit veröffentlicht wurden.

In Deutschland haben angeblich doppelt so viele aktive Wähler zum Europaparlament ihr Interesse an einer Beteiligung an den Bundestagswahlen bekundet - diese findet in 112 Tagen statt.

PS: Jörg Schönenborn in seinem tagesschau-Blog vom 7. Juni 2009, 19:50 Uhr:

"Knapp zwei Stunden Wahlsendung liegen hinter uns und bis zur Tagesschau um 20.00 Uhr ist noch eine halbe Stunde Zeit. Das gibt mir Gelegenheit nochmals zu überlegen: Gibt es eine Deutung dieser Wahl, die wir übersehen haben? Ich denke, ich muss noch deutlicher herausarbeiten, dass dies der Abend der kleinen Parteien ist, mit Ohrfeigen für beide großen. Grüne und FDP – man weiß ja noch nicht wo genau sie am Ende landen – werden eines der besten oder vielleicht sogar das beste bundesweite Ergebnis einfahren, was sie bei Europa- oder Bundestagswahlen hatten. Für Union und SPD bedeuten die Ergebnisse, dass zum ersten mal die beiden Volksparteien zusammen unter 60 Prozent bleiben. Das hat es weder bei einer Europa-, noch bei einer Bundestagswahl je gegeben."

Anmerkungen

[1Zu diesem Zeitpunkt was das hier als Link zitierte Video 1.406 Mal abgerufen worden, und bis zu diesem Zeitpunkt mit einem einzigen Kommentar ausgezeichnet worden. Von "
Spenner56" und der liest sich so:

IMAGINE.

Imagine no commission
unelected as they are
no million regulations
sent to us from afar
imagine legislation
made by those we know
oh,oh,oh
I know you may call me a dreamer
but I am not the only one
one day you will join us
and Europe will be as one
(..as a trading block,not as an imposed, artificial federal state with it’s own army/parliament no-one was ever ASKED if they wanted ).
Dont give the EU the legitimacy it craves.Don’t vote.
Say NO to the Lisbon treaty/constitution !

[2Das ist eine alte Geschichte: Es gab in jenen Tagen mit Robert Jungk ein Wette, ob der Autor selber einst als Abgeordneter im Zusammenhang der von ihm vertretenen umweltpolitischen Positionen und Aktivitäten in ein Parlament einziehen würde. "Bob", wie wir ihn nannten, sah dies als geradezu zwangsläufige Konsequenz der Arbeit der vorangegangenen Jahre an - und er verlor die Wette: mein guter Freund. WS.


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