Die 60. Berlinale findet - nicht - statt

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2015 um 00 Uhr 22 Minuten

 

A.

Im letzten Jahr gab es die folgenden Termine, die zur Vorbereitung des diesjährigen Filmfestivals von Bedeutung sind:

2009, end of September
Guidelines and application form for entering a film in the 60th Berlin International Film Festival, February 11 - 21, 2010

2009, October 7
Application deadline for the Berlinale Talent Campus 2010

2009, October 29
Next submission deadline Berlinale Co-Production Market

2009, November 2 (tbc)
Submission deadline for entering feature length films to the 60th Berlin International Film Festival, February 11-21, 2010

2009, November 16 (tbc)
Submission deadline for entering short films to the 60th Berlin International Film Festival, February 11-21, 2010

B.

Die für "DaybyDay" fristgerecht eingreichte Akkreditierungsanfrage wurde - bis in dieses Jahr hinein - nicht beantwortet.

Die telefonischen Anfragen blieben zunächst unbeantwortet. Nach mehrmaligem Nachfragen wurde um eine nochmalige Begründung gebeten.

Dieser wurde verfasst und mitgeteilt. Zunächst an den Mitarbeiter der Pressestelle, dann an die Leiterin der Pressestelle und an den Leiter der Festspiele.

Keines dieser Schreiben wurde beantwortet.

C.

Dennoch stellt sich heraus, dass auch ohne diese Akkreditierung der Zeitplan noch nie so dicht gedrängt war wie in diesem Jahr - vor allem aber die Qualität der Kontakte und Gespräche so hoch wie selten.

"per aspera ad astra": es ist gut, erleben zu können, dass es eine Referenz mit als auch jenseits der Stars und Stenrchen gibt. Und das diese Wertschätzung einen unabhängig macht von der offiziellen Zulassung und/oder Ablehnung.

D.

Zu guter Letzt, hier nochmal der Text des oben genannten Begründungsschreibens.

Verehrter [...]

hier nochmals die wichtigsten von Ihnen erbetenen Auskünfte im Überblick:

I.

Seit 2004 publiziere ich alle neuen Text zunächst – und das tagtäglich – auf der Seite: www.iris-media.info

Diese Seite läuft unter dem Titel „DaybyDay ISSN 1860-2967" und ist zu finden über die URL: http://www.iris-media.info

"DaybyDay" wurde am 25. Jänner 2005 nach ausführlicher Prüfung durch die ISSN-Zentrale der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main als Publikation mit einer bis heute gültigen ISSN-Nummer akkreditiert.

Wenn Sie auf dieser Seite beispielsweise das Stichwort „Berlinale“ oder damit verwandte Themen eingeben, werden Sie sehen, dass ich durchgängig über diese Veranstaltung berichtet habe – und zwar zuvörderst und immer wieder über die Möglichkeiten und Fortschritte der Digitalisierung der Film-Produktion und Distribution.

II.

Weiters gehe ich nicht davon aus, dass meine kritischen Stellungnahmen zu diesem Thema im Jahr 2009 etwas mit der bislang nicht erteilten Akkreditierung zu tun haben. Vielmehr sind gerade die 60 Jahre ein Grund mehr, nach vorne zu blicken.

Dazu liegen bereits eine Reihe von Anfragen vor, u.a.:

- von der Digital Cinema Society http://www.digitalcinemasociety.com die ich als in Deutschland seit ihrer Gründung vertrete

- vom Heinrich Hertz Institut, das in der Nachfolge des Cinevision-Projekteshttp://ip.hhi.de/NMandB_2006.html und des WorldScreen-Projektes http://www.worldscreen.org/worldscreen_pm.pdf in diesem Jahr - u.a. in Zusammenarbeit mit dem Talent Campus - zu einer Konferenz zum Thema „’Tomorrow´s Cinema’ – the Future of Content“ für den 19. Februar eingeladen
hat

- vom BMWI, das ich seit mehreren Jahren in Fragen der Förderung dieser Projekte des digitalen Kinos begleite http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Technologie-und-Innovation/Informationsge
sellschaft/multimedia,did=252204.html

Soweit drei Beispiele aus meiner Leserschaft, die sich tagtäglich im drei- bis vierstelligen Bereich befindet.

III.

Dass es sich dabei nach wie vor um journalistische Arbeit handelt, belegt die Wahl in den Vorstand des DJV-Berlin http://www.djv-berlin.de/der-djv-berlin/vorstand.html in dem ich insbesondere die Themen Online, Hochschulen und Internationales vertrete.

IV.

Über die derzeit in-statu-nascendi befindliche neue Buchpublikation - für die ich auf der Berlinale eine Reihe von Interviews führen möchte - ist es noch etwas zu früh zu sprechen: nur so viel, dass sie aus einer ganzen Serie von Interviews zu der Frage "was kommt nach dem Ende der Digitalisierung"
entstehen wird - und auch hier als pars pro toto der Mitschnitt der Antwort von Wim Wenders zu dieser Fragen - ebenfalls auf "DaybyDay" vom 8. 10. 2008:
http://www.iris-media.info/spip.php?page=article&id_article=2543

V.

Vielleicht zum Guten Schluss noch der Hinweis auf meinen Aufsatz "Das Licht geht aus im Licht-Spiel-Haus" in: Kloock, Daniela (Hrsg.) "Zukunft Kino. The End of the Reel World" Schüren, Marburg, 2007, S. 258-273, ISBN:
978-3-89472-483-2 für den ich wesentliche Anregungen aus den Gesprächen auf der Berlinale erhalten habe.

FINIS

Ich hoffe, Ihnen und Ihrem Team noch einmal in aller Ausführlichkeit dargestellt zu haben, warum die Akkreditierung zur Berlinale eine für beide Seiten positive Angelegenheit ist und sehe der Entscheidung Ihres Hauses mit Interesse entgegen.

Mit den besten Grüssen vom Dach des Kant-Kinos (wo wir unser Büro in jenen Räumen errichtet haben, in denen einst die Nitro-Filme für dieses Kino gelagert wurden)

von Ihrem

[gez.] Wolf Siegert

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