Bad Banks - Bad Guys

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 22 Uhr 58 Minuten

 

Heute ist es nun entschieden worden: dass die faulen Kredite mit Hilfe "unseres" Staates und "unseren" Geldes aus den Banken ausgelagert und für diese in den "Bad Banks" gegen Gebühr verwahrt werden sollen.

Bei so einer Nachricht springt der Gedanke mir Nichts Dir Nichts auf Jene über, deren Schulden man auch gerne auf ein "Bad Guy’s Account" ab-schieben würde, um endlich wieder unbeschwerter und mit mehr Liquidität unterm Kiel weiter arbeiten zu können.

Auch wenn die Zahl der hier Betroffenen sich auf weniger als zwei handvoll von Namen beschränkt, so ist es dennoch so, läppert sich doch einiges zusammen, zumal hier zum Teil Beträge in fünfstelliger Höhe offen stehen.

Gewiss, das sind noch nicht einmal "Peanuts" für eine Bank. Und vielleicht sollte man aus solchen "Mücken" keine "Elefanten" machen.

Da aber gerade die grossen ausstehenden und noch nicht zurückgezahlten Beträge mit Vorsatz, Absicht oder aus welchen Beweggründen nach wie vor nicht zurück gezahlt werden, wäre es ein wahrlich dringender Wunsch, dass hier Abhilfe geschafft werden würde.

Allein, auch das aktive, qualifizierte, zeit- und kostenaufwendige Bemühung um einen ausstehenden Ausgleich führt zu der Erkenntnis, dass es selbst bei einem qualitfizierten Anspruch und einer gut begründeten Aussicht auf Rückzahlung dazu kommt, dass diese immer wieder erneut verzögert werden kann.

In einer internen Gesprächsrunde kam heute sogar der Vorschlag auf, gerade diese Personen zur nächsten Feier mit einzuladen und Ihnen in der "Öffentlichkeit" der Gästeschar die entsprechenden Umschläge mit den bereits ausgefertigten Mahnbescheiden zu übergeben, um so erneut auf eine möglichst kurzfristige Erfüllung zu drängen.

Geben, so heisst es, sei seeliger als Nehmen. Aber wenn einem selbst das Recht nicht dabei hilft, nicht wieder zurücknehmen zu können, was man nur auf Zeit aus-gegeben hat, wer oder was hilft denn dann noch?

Was nützt es, Recht zu haben - und sogar Recht bekommen zu haben - wenn auch das noch nicht den Anspruch auf das rechtmässig zustehende Geld befriedigt? Hilft Kreativität bei der Eintreibung von ausstehenden Schulden wirklich weiter - oder doch nur noch brutale Gewalt?

Erst wenn der Verlust dem Schuldner mindestens so weh’ tun würde wie dem, dem dem das Geld zusteht, erste dann gäbe es eine verbesserte Chance auch zu obsiegen.

So die Meinung unseres Stamm-Tisches, bevor er sich mit grosser Verve neuen Medien-Projekten und Ideen für das Jahr 2010 folgende zuwandte: Einmal mehr in der gegenseitig eingestandenen Hoffnung, dass im Verlauf der Umsetzung eben dieses im gemeinsamen Miteinanders eine solche gegenseitige Belastung erspart bleiben möge.

WS.


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