Elektronische Medien versus Betriebssysteme

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 22 Uhr 57 Minuten

 

Für diesen Tag standen zwei Einladungen an:

Entweder:

Am 7. und 8. Mai 2009 veranstaltet die Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung in Kooperation mit dem Institut für Europäisches Medienrecht Saarbrücken (EMR) und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Allianz von Medienrecht und Informationstechnik“ die Tagung
"Elektronische Medien zwischen Exklusivität und Grundversorgung.
Rechtliche Rahmenbedingungen, technische Möglichkeiten, wirtschaftliche Konzepte"

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Oder:

Im Rahmen unseres Partner Programms laden wir Sie herzlich zum kostenlosen WINDOWS READINESS LAB ein, um Sie in der Adaptierung ihrer Lösungen für Windows 7 / Windows Vista zu unterstützen.
Wir führen das WINDOWS READINESS LAB über die nächsten Monate durch. Wir möchten hierbei unterscheiden, ob Sie mit Ihrer Lösung bereits Windows Vista unterstützen oder von Windows XP aus migrieren.

Die nächste Lab Reihe vom 5.5.09 - 8.5.09 wendet sich an Partner, die von Windows XP ? Windows 7 migrieren möchten. Weitere Termin werden im Laufe des Jahres folgen. [...]

In diesem 2-tägigen Workshop werden wir Ihnen 1 Tag Änderungen im Vergleich zu Windows XP und neue Technologien in Windows 7 präsentieren. Am 2. Tag haben Sie die Gelegenheit Ihre eigenen Applikationen auf Kompatibilität mit der neuesten verfügbaren Version von Windows 7 zu testen. Die Teilnehmeranzahl an jedem Tag wird auf 8 Partner beschränkt, so dass eine optimale Betreuung gewährleistet ist.
Microsoft Application Developer Consultants geben Ihnen dabei ausführliche Designhinweise und begleiten Sie beim Debuggen sowie der Problemerkennung und -lösung Ihrer Applikationen.

Die Entscheidung:

Nachdem der Admin kurzfristig ausgestiegen ist, hat sich der hier selbst schreibende "Power-User" entschlossen, diese Gelegenheit zur Fortbildung wahrzunehmen, zumal für die Tests eine Maschine mit Windows 7 - wahlweise 32 oder 64 bit - und diversen Tools (ACT, Appverifier, Debugging Tools mit WinDBG) bereitgestellt wird.
Das bedeutet, dass hier Theorie und Praxis aufs engste miteinander verzahnt sind und das Lernen so durch die eigene Erfahrung unterstützt werden kann.


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Dass dabei in Zukunft in den neuen Windows-Sieben-Applikationszenarien die MAC-Services ebenso unter den Tisch fallen werden wie der "Windows-Classic"-Look [1] oder so nette Tools wie der "Window Movie Maker" wird jetzt nicht länger nur hinter vorgehaltener Hand weitergesagt, sondern als offizieller Teil der neuen "Policy" klar und deutlich vermittelt.

Aber neben solchen Wehrmutstropfen gibt es auch Unmengen von Infos und Tools, mit der die über kurz oder lang bevorstehende Migration bewältigt werden soll. Bei aller Diskretion angesichts dieses reinen Insider-Partner-Meetings, so ist es doch berichtenswert, dass man sich im Hause Mircosoft Deutschland mehr als nur Gedanken darüber gemacht zu haben seint, wie man in Zukunft das Thema von Migrationsstrategien als eine produktive Herausforderung begreifen kann, während sie selbst bei der Umstellung von "XP" nach "Vista" kaum zu mehr taugte, als von vielen Partnern und Nutzern als eine pure Provokation begriffen zu werden. [2]

Die vielleicht entscheidende Herausforderung aus Nutzersicht ist doch die: Wurde früher die Stabilität eines Systems dahingehend untersützt, dass man möglichst nicht daran rührte und alles möglichst lange "beim alten lässt" hat sich die Welt heute komplett gewandelt: die Voraussetzung für eine Stabilität ist der Wandel. [3]

Der Hands-On-Report:

Heute ist der Tag, an dem man selber "zur Sache" geht und jeder an "seinem" Rechner "seine" Software auf ihre Tauglichkeit in einem Windows 7 Umfeld erprobt.

Zunächst muss jedoch dafür der Rechner selber eingerichtet werden.

Als erstes ist die Eingabe eines Passwortes gefragt. Sobald dieses richtig eingetragen worden ist, erscheint ein hübschr „blue screen“ mit allen den technischen Angaben die das System betreffen.

Sodann wird versucht, einen eigenen "User" anzulegen. Also, raus aus dem Profil – und... aber halt, was ist das: Jetzt erscheint wieder der gleiche Einstiegsbildschirm, der „Administrator“ ist noch „Logged on“ dennoch ist das Passwort erneut einzugeben.

Auf der unteren Leiste – der sogenannten "task bar" - sind vier Icons zu sehen: Das Windows.Icon mit Namen „Start“, das Internet-Explorer.Icon, ein „Users“ genannter Ordner als Icon und der Zugang zum Windows Media Player. Die Icons können nun untereinander verschoben je nach Belieben angeordnet und auch untereinander gruppiert werden.

Unter der "Start"-Funktion lässt sich gleich nach dem Öffnen des Fensters die Funktion „Getting Strarted“ aufrufen und aus den angebotenen Möglichkeiten „Ad new users“ auswählen. Darauf erscheint im Mittelfeld die Aufgabe „Make changes to your user account“ und auf der rechten Seite wird dieses als „Administrator / Password protected“ gekennzeichnet. Die Aufgabe: “Ad new users“ wird aber nicht mehr angezeigt.

Was nun? Die einzige Funktion, die vielleicht weiterhelfen könnte, lautet: „Manage another account“. Treffer: In dem Verzeichns findet sich der „Administrator“ und ein „Guest“ mit der Auskunft „Guest account is off“. Daraufhin wird unter der Aufgabe „Create an new account“ ein neuer Nutzer unter dem Namen „LupusDigit“ als „Standard user“ mit der Funktion „Create Account“ angelegt. Und dieser taucht dann auch sogleich in dem Ordner „Manage Accounts“ auf.

Danach wird für diesen neuen Nutzer ein neues „password“ angelegt „xxxxxxx“ und bestätigt. Dann wird mit „Loggoff“ der Administrator ausgeschaltet und - zurück auf der Startseite - finden sich dort nun zwei Icons: Der des Administrators und der von „LupusDigit“. Wird der neue angeklickt, wird er begrüsst und mit „preparing the desctop“ seine eigene Startseite aufgebaut.


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Unter dem Ordner „Users“ werden vier Hauptgruppen angezeigt: „Favorites“, „Libraries“, „Computer“, und „Network“. Unter „Computer“ findet sich die „System (C: )“ Partition und in dieser findet sich gleich oben der „Install“-Ordner. [4]

Ready, Steady, Go: Die erste Anwendung wird installiert. Sie heisst „Voice Pro 12 Premium“, ist von Linguatec , verspricht eine „professionelle Spracherkennung“ und soll „ab Windows Vista“ und auch unter Windows 7 funktionsfähig sein.

Nach dem Öffnen des Kartons – der im Gegensatz zur Vorversion nur noch halb so gross ist – fällt (positiv!) auf, dass es noch in „richtiges“ Handbuch gibt. In deutscher Sprache. Darin werden zu Beginn die verschiedenen Voice-Pro Versionen erläutert und erklärt, dass in dieser Premium-Version der Wortschatz mit Begriffen aus den Bereichen „EDV, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft/Technik“ erweitert worden sei. [5]

In dem Kapitel 2.1.2 "Erstinstallation" steht, dass für die Installation von Voice Pro die Administratorenrechte dem Nutzer zugewiesen sein müssen. Also: in den Explorer auf die System C: - Partition die "Users" und dort den „LupusDigit“ aufgerufen und unter den „Properties“ den Reiter „Security“ aufgerufen. Danach stehen nun auch dem Standard-Nutzer alle Rechte mit der Einstellung: „Permission: Full controll“ zu. Danach alles wieder geschlossen und mit der Installation begonnen.

Die „setup.exe“ wird erkannt, doch wird der eigene angelegte Nutzer nach wie vor nicht als Admin akzeptiert. Also wird der Vorgang abgebrochen und der "User" neu definiert. Zunächst wird die „Read-only“ Funktion in den „Properties“ deaktiviert und ein weiterer Versuch unternommen. Das gleiche Ergebnis.

Frage: Soll jetzt ein geschützter Admin angelegt werden? Nein. Vielmehr wird beim nächsten Startversuch der bereits bestehende Admin mit seinem Logon-Passwort angesprochen. Und siehe da: der neue Installer – Version 5.5 – macht sich an die Arbeit. Doch: Eine Erfolg ist das Ganze dennoch nicht. Das Ergebnis lautet schlicht:

„Diese Installation kann nicht auf Computern mit 64-Bit-Versionen von Windows verwendet werden.“ [6]


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Nach dieser Ernüchterung wird gleich beim dem zweiten Programm die Probe auf’s Exempel gemacht: Eine abgespeckte AVID-Lösung, die als „pinnacle studio ™ plus für den Endnutzer angeboten wird.

Die „Run Welcome.exe“ wird vom System erkannt und gestartet. Dem „Administrator“ wird sein „Password“ zugewiesen und dieser gibt die Sicht auf die Installer-Oberfläche frei. Per Mausklick wird die Installation von „Studio 12 Plus“ aktiviert und als Sprache „English „(United States)“ ausgewählt. Der Installer wird gestartet und die Installation vorbereitet. Die Fehlermeldung „Setup was unable to locate a previous installation of Studio“ ist so korrekt. Durch das Drücken des „SHIFT key“ und dem Einlegen einer Vorgängerversion soll dem aber aus dem Weg gegangen werden. Das geschieht und die Seriennummer dieser Version wird eingegeben. Danach wird nach dem gleichen Verfahren die Studio 12 CD eingelegt und die Seriennummer eingegeben. Jetzt wird der „InstallShield Wizard“ angezeigt und mit „Next“ die weitere Routine aufgerufen. Das Programm soll auf „C“ in „Program Fildes (x86) eingespielt werden und die Inhalte auf dem öffentlichen Dokumentenordner im „User“-Verzeichnis (so die Default-Werte, die hier auch so übernommen werden).

Aber auch hier gibt es eine Fehler-Meldung: „Out of disk space – Volume: ‚C’; required space 1.619.497 KB, available space: 1.056.228 KB. Free some disk space and retry“: Und das bei einer Platte mit knapp einem Terrabyte Kapazität (genau 908 GB „Free space“)


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Nach dem Aktivieren von „Retry“ und dem einbauen eines "Shims" mit der GetDiskFreeSpace“-Funktion im Rahmen des MS Application Compatibility Toolkits 5.5 wird die Funktion erneut gestartet – und dieses Mal wird die Funktion „Copying new files“ aktiviert. Nachdem die Routine abgearbeitet ist, wird erneut der Installer gestartet … und alsdann der „Completed“ Vermerk eingspielt. Die inzwischen erneut aufgerufene Start-Routine wird mit „Exit Installer“ deaktiviert. Das Programm wird aufgerufen und danach sowohl die „Guided Tour“ als auch das „Sample Project“ geladen.

Und die Anwendung läuft.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es gelungen ist, den potenziellen Programmentwicklern einen guten Support an die Hand zu geben, der es ihnen ermöglicht, letztendlich mit dem "Windows 7 Ready"-Logo ihren Verkauf zu unterstützen, der aber auch allen anderen Partnern Vorteile verschaftte, deren Interesse es zunächst ist, sich mit der Zukunft dieses gigantischen Unternehmens auf einem für sie vermittelbaren Niveau vertraut zu machen.

Anmerkungen

[1So so, so vergänglich sind also selbst die "Klassiker" in diesen Tagen geworden...

[2Und das ist nicht so dahergesagt: Der schnelle Abschied nach drei Monaten mit der 64bit-Vista-Version war auch inhouse "ein Kapitel für sich..."

[3Und das trotz des auch heute noch geltenden Satzes: "Never change a running system":
Dem Horror vor den "Upgrade-" und "Update"-Szenarien steht das Horror-Vacui-Szenarium eines "Outdate = Outcast" gegenüber.

[4Und – nach wie vor die „My Documents“- , „My Music“- , … usw.-Ordnern die doch eigentlich nach der neuen Policy schon hätten abgeschaft werden sollen - hier sind sie aber noch vorhanden und wir werden sehen, was weiteren Eingriffe noch mit sich bringen werden.

[5Von besonderem Interesse ist dabei die Auskunft, dass damit auch aufgezeichnete Voice-Files eingespielt und in Schrift umgesetzt werden können. Was allerdings einer späteren Prüfung vorbehalten bleibt.

[6Nachtrag: Auf Nachfrage wurde uns im Folgemonat eine 64-Bit-Version 09.05.13 / 12.1.115 zur Verfügung gestellt. Ein neuer Bericht folgt nach der ersten Inbetriebnahme einer 64-bit-Version des Betriebssystems vor Ort.


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