Die Deutschen: spielen?

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 22 Uhr 50 Minuten

 

Und wie!

Auf jeden Fall fällt ihnen dies offensichtlich leichter, als Humor zu haben.

Denn: Gute Spiele kann man zumindest machen (lassen), "downloaden" und/oder einkaufen und im Selbstversuch erproben: mit sich selber und/oder mit anderen.

Und wenn es zum Thema "Killerspiele" überhaupt noch eines Kommentars bedurft hätte: die Realität liefert ihn in diesen Tage an ausgesuchten, hintergrundbeleuchteten Plakatwänden der Stadt:


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 [1]

In diesen Tagen trifft sich die Brache in Berlin zum dritten Mal zu den "Deutschen Gamestagen" und zum siebenten Mal zur Entwicklerkonfernz "Quo Vadis".

Wer sich aber auf dieser anmelden will, hat schlechte Karten - zumindest bis zum Mittwoch, den 15. April 2009 war auf der entsprechenden Seite die Meldung zu lesen:
"Hier finden Sie in wenigen Tagen die Anmeldung zu den kostenlosen Workshops im Rahmen der Deutschen Gamestage und der Quo Vadis Entwicklerkonferenz."
Und auch beim den "Top Thema" in der Rubrik "Programm" herrschte bis zu diesem Zeitpunkt gähnende Leere.

Wenn man aber Journalist ist, dann kann man zumindest in den persönlich zugestellten Briefings folgendes finden:
"Beim Businessforum am Eröffnungstag werden zahlreiche hochkarätige internationale und
nationale Referenten erwartet: Avni Yerli, Unternehmensgründer von Crytek ("Crysis Warhead"),
berichtet aus der Praxis des bekanntesten deutschen Entwicklerstudios. Über die On- und Offline-
Vermarktung von Medieninhalten referiert Mark Wardenga, Head of Games der SevenOne
Intermedia GmbH. Auf der „Classic Games Conference“ greifen Tobias Heussner, André
Weißflog und Florian Busse vom Berliner Studio Radon Labs Entwicklerthemen wie Storytelling,
Nebula Engine und Entstehung einer mittelalterlichen Stadt auf. Weiteres Highlight ist der Vortrag
von Heiko Hubertz, Geschäftsführer der bigpoint GmbH, der auf der „Online Games Conference“
über die Entwicklung und Zukunft der Browsergames spricht
."

Und wer sich der Entwickler-Communitiy zugehörig fühlt, hat sich schon längest das zum Download angebotene PDF-Dokument heruntergeladen und zu Gemüte geführt.

PDF - 325.9 kB

Ein besonderes Interesse fand der Hinweis auf die Veranstaltung: "Future Games. Leben, Lernen, Arbeiten, Spielen im 21. Jahrhundert" am Mittwoch, den 22.04.09, in der Zeit von 18.30-19.30 Uhr: "Zukunftsforscher Matthias Horx zeigt, wie Spiel und Simulationen in die Arbeits- und Lebenswelt vordringen. Gemeinsam mit Regina Friess (Gameslab Berlin) und Christian Sommer (Warner Bros.) diskutiert er die Auswirkungen der Spielkultur auf Gesellschaft und Wirtschaft."

Erinnert das doch - lang,lang ist’s her - auf die gemeinsam mit Bob Jungk auf der ersten Umweltschutzkonferenz in Stockholm ins Leben gerufenen "Olympic Games of Pollution." [2]

Datails gibt aber auch Online schon zu den Themenschwerpunkten:

- Venture Lounge

- Business Forum

- Classic Games Conference

- Young Creatives Conference

- Online Games Conference

- Wissenschaftsforum

- Jugendschutzforum

- Recruitement Day

- G.A.M.E. Academic & Education Summit

Anmerkungen

[1In Ermangelung einer der bei dem Büro-Einbruch Mitte April gestohlenen Kameras wird derzeit die eines "Foto-Handy"s genutzt. Daher gehört hier eigentlich ein Satz hin wie: "Wir bitten die schlecht Bildqualität zu entschuldigen". Und doch auch wieder nicht, denn die damit erzielten besonderen Effekte haben - zumindest in diesem Bild - ihren ganz eigenen Reiz.

[2Wobei wir damals selbst viel zu beschäftigt und engagiert waren, als uns um die Dokumentation dieses Tuns zu bemühen.
Stattdessen wird hier an dieser Stelle als pars pro toto aus der folgenden MA-Arbeit zitiert:

" THE UNITED NATIONS CONFERENCE ON THE HUMAN ENVIRONMENT:
FORMATION, SIGNIFICANCE AND POLITiCAI CHALLENGES
by CECILIA GOWDY WYGANT, B.A.
A THESIS IN HISTORY
Submitted to the Graduate Faculty of Texas Tech University in Partial Fulfillment of the Requirements for the Degree of MASTER OF ARTS
August, 2004, S. 58

"Sweden’s own youth groups participated in demonstrations and altemative conferenccs as well. A loose coalition" of Swedish youth groups, Pow Wow, organized the People’s Forum, another alternative conference of seminars and teach-ins. The group offered altemative sight seeing trips to take visitors on a trip around the less desirable
areas of Stockholm to "counter most visitors’ image of Stockhoim as a livable, well-planned city. as well as organize what they termed as the "Olympic Games of Pollution," a show of recognition to the corporations who achieved "outstanding accomplishments"
in contributing to poiiution of the environment.’’ (48) The agenda of this conference included topics not addressed at the official UN conference such as the working environment and "ecocide" (49) Their success is noted in their ability to convince Swedish Prime Minister
Olof Paime to recommend an addition of the term "ecocide" to the list of abuses deemed wrong in the conference’s capstone draft, the Declaration on the Human Environment."

(48) "Environment Conference Will Offer Some Sideshows," New York Times, 5 June 1972; (49) lbid.

http://etd.lib.ttu.edu/theses/available/etd-07012008-31295019812238/unrestricted/31295019812238.pdf, 2009-04-15. 18:30


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