CeBIT_09: Zweiter Tag

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 22 Uhr 34 Minuten

 

Spannender geht es nicht: erst redet der Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland, Dr. Georg Pölzl, auf der Bühne der CeBIT Global Conferences und dann der COO von Skype: Scott A. Durchslag. [1]


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Sein Name ist Programm: er ist auf der Suche nach einem durchschlagenden Konzept, das die kostenfreie Telefonie auch auf den mobilen Endgeräten auch in Märkten wie Deutschland zum Durchbruch verhilft.

Und er wendet sich direkt an die Zuhörer und fragt, wer bereit wäre, dieses Vorhaben zu unterstützen: seitens der Soft- und Hardware-Partner, vor allem aber auch seitens der Carrier und des Regulierers.


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Egal, ob man nun eher die Position von T-Mobile unterstützen will oder das Gespräch mit Skype suchen: beides wurde backstage schlicht und einfach unterbunden.

Hier müssen sich die Organisatoren noch auf so manche Veränderungen einstellen: es reicht nicht, ein gutes Programm mit guten Leuten vorzulegen und abzuspulen, das Wichtigste ist die Chance, nicht nur zuhören, sondern danach auch einen Dialog anknüpfen zu können.

Dass dieses, trotz der aufgestellten Barrieren [2] dennoch möglich war, ist wohl der Routine und Hartnäckigkeit des Berichterstatters zu verdanken [3] und soll durch dieses nachfolgende Foto dokumentiet werden, das den Protagonisten in einer schon deutlich näheren Perspektive portraitiert, bevor es dann doch zu einem kurzen Gespräch kam.


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Und dass es hier nicht um "VIP-basching" geht sondern um den Versuch, mit den Vortragenden neue Horizonte zu erkunden, hat eine anderes nachfolgendes Gespräch nachhaltig und zur grossen Freude beider Beteiligter unter Beweis gestellt.

Dieses kulminierte in der ebenso verrückten wie attraktiven Idee, eine Gespächsrunde zu wichtigen "globalen" Themen mit Personen zu führen, die diese in der eigenen Person, mit der eigenen Familie tagtäglich erleben oder erlebt haben und die bereit sind, auch diese Dimension ihres eigenen Er-Lebens mit einzubringen. Und sei es zunächst durch ihre Kompetenz der Mehrsprachigkeit.

Wir fanden es durchaus attraktiv, das gleiche Thema gemeinsam mit einem jeweils dazu ausgesuchten Publikum gleich mehrfach zu diskutieren, jeweils in einer der dominanten Sprachen, mit denen die Teilnehmer im Publikum aufgewachsen sind. Die Panel-Teilnehmer hätten danach die Aufgabe, ihr gemeinsames Thema nach und nach in mehreren Runden vor einem jeweils neuen Publikum zu diskutieren. Sagen wir einmal zunächst in Französischer, dann in Englischer und dann in Deutscher Sprache. Oder - im Rahmen einer anderen Besetzung - ggf. auch in Koreanisch, Mandarin und Japanisch - je nach den Lebensgeschichten und Kompetenzen der Beteiligten und der Interessen und Hintergründe der Zuschauer.

Warum das Ganze? Man muss, so waren wir uns einig, ein Zeichen setzen, dass dieser Anspruch einer "Globalisierung" mehr und mehr abgebildet werden sollte auf dem Hintergrund eigener authentischer interkultureller Erfahrungen. Dabei würde die Diskussion des gleichen Themas mit den gleichen Themen auf dem Hintergrund einer anderen Sprache und mit einem jeweils in dieser aufgewachsenen Publikum zu durchaus unterschiedlichen Ergebnissen führen - so zumindest die spannende Vermutung.

Die dahinterliegenden These lautet: Wenn die CeBIT überhaupt eine Chance hat, als globale Messe mit valablen Bezügen auf die wichtigsten Entwicklungsplätze der Welt wirken zu wollen und wahrgenommen zu werden, dann ist diese Wahrnehmung sehr konkret und praktisch immer wieder neu zu erproben und als Erfahrung zu leben.

Anmerkungen

[1Beide Präsentationen können als On-Demand-Video über den Link: http://www.cebit.de/cgc_ondemand_wed nachverfolgt werden.

[2Das maximale Entgegenkommen des Veranstalters bestand darin, eine Visitenkarte anzunehmen...

[3Und dazu gehört nicht so sehr die allseits so gern eingesetzte "gate-crasher"-Mentalität, sondern vielmehr "ein guter Riecher" - und Geduld.


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