TomTom in Slowenien & Kroatien

VON Dr. Wolf SiegertZUM Sonnabend Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 21 Uhr 21 Minuten

 

Im ersten Erfahrungsbericht mit dem TomTom-Rider in Australien vom 17. Mai 2008 war zu lesen:

Anders gesagt. Es gab Äusserungen des Entzückes, wie genau sich die Karte in ihrer dynamischen Darstellungen der vorhersehbaren Fahrsituation anzupassen in der Lage ist, aber auch einen Satz wie "ein solches Gerät würde ich mir nie und nimmer anschaffen".

Das alles bedarf einer detaillierteren Darstellung, die sicherlich nochmals an anderer Stelle vorgenommen werden sollte.


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Von Seiten der Agentur wurde die Gelegenheit eingeräumt, dieses Versprechen unter Beweis zu stellen. Und so wird es noch zwei weitere Berichte geben. Den Einsatzbericht aus der Taxi-Szene in Berlin, ein Gastkommentar auf den auch die Redaktion von „DaybyDay“ nach all dem, was bisher durchgesickert ist, mit grossem Interesse wartet. Und diesen zweiten Eigenbericht, der im Verlauf der Monate Juli und August 2008 auf der Fahrt von Berlin nach Rab (in Kroatien) und zurück entstanden ist. [1]

Dabei beginnen wir mit jenem Zitat, das die Zusammenfassung des ersten Berichtes eingeleitet hat:

Vielleicht kann man es so zusammenfassen. Es ist eine echte Hilfe, wenn man mit einer zweiten Person im Wagen sich über die vom Gerät angelieferten Informationen austauschen und dann sich über den jeweils als "richtig" geltenden Weg entscheiden kann.

22.-23. Juli 2008

In dieser Zeit wurde nun das Gerät auf mehr als eintausend Kilometern auf der Strecke von Berlin bis über die Karawanken hinaus in Richtung Slowenien erprobt.

Dabei bestand Zeit und Musse, das Gerät „auf Herz und Nieren“ zu testen. Und zwar aus der komfortablen Position dessen, der ersatzweise zur elektronischen Stimme der Fahrerin die Strecke anzusagen und mit möglichen Alternativen bei der Streckenwahl zur Entscheidung vorzuschlagen hat. [2]

Der Schwerpunkt der Beobachtungen während dieser Nutzungszeit lag vielmehr auf einigen Ausstattungsmerkmalen, die nicht nur vordergründig wirklich begeistern konnten – zum Beispiel die automatische Umschaltung auf die „Nachtsichteinstellung“ wann immer man in einen Tunnel hinein gefahren war, oder die automatische Verkleinerung des Massstabs der Darstellung, der immer dann stattfand wenn es darum ging, eine besonders komplizierte Verkehrskreuzung oder ein Autobahnkreuz zu durchfahren – vor allem aber auf der Organisation der Software und des sogenannten „user-interface“. Dieses nämlich stellt bei der Fahrt mit dem Motorrad nochmals einen wesentlich höheren Anforderungsgrad an Kongruenz und Kompetenz, als dies schon bei der Fahrt mit dem Auto notwendig ist.

Um das Ergebnis gleich vorweg zu nehmen:

Wenn es gelingt, die Interaktion mit dem Gerät während der Fahrt auf ein Minimum zu beschränken und man die richtigen Orte lückenlos mit allen potenziellen Haltepunkten zuvor richtig einprogrammiert hat, dann erweist sich das Gerät als ein echter Begleiter mit Führungsqualitäten. Selbst in schwierigen Fahrsituationen in denen sekundenschnell entschieden und gelenkt, geschaltet und das Tempo verändert werden muss, ist der zusätzliche „Input“ an Informationen mehr als nur eine hilfreiche Zugabe. [3]

In der hier vorgegebenen „Versuchsanordnung“ war es möglich, auch noch während der Fahrt Dinge und Einstellungen zu erproben und nach Alternativen zu suchen, die dann immer noch im Verlauf der gemeinsamen Fahrt erörtert und entschieden werden konnten. Allerdings, auch das sei hier nicht verschwiegen, hat das in einem Fall zu einem riesigen Krach geführt, so dass die Fahrt schliesslich unterbrochen werden musste.

Hintergrund war die alternative Systemvorgabe: „schnellste Strecke“ oder „kürzeste Strecke“. Wann immer mit dem Gerät über die Funktion „Route erstellen“ der Startpunkt festgelegt und der Zielpunkt ausgesucht worden ist, fängt es an zu rechnen und eine Ergebnis auszuspucken. Wird die Einstellung „kürzeste Route“ gewählt, kommt zunächst eine Warnung, laut der sinngemäss erklärt wird, dass diese Wahl eine Reihe von Nachteilen mit sich bringen könne: Vom hohen Zeitaufwand bis hin zu einem erhöhten Benzinverbrauch. Bleibt es aber dabei und man hat dennoch der „kürzesten Strecke“ der Vorzug gegeben, taucht in einem weiteren Textfeld die Frage auf, ob man auf dieser Strecke auch solche mit einbeziehen wolle, die nicht asphaltiert seien...

Soweit, so gut. In dem hier zu schildernden Fall wurde die Entscheidung von der „kürzesten Strecke“ auf die „schnellste Strecke“ noch während der Fahrt geändert – und dabei durch dieses Herumprogrammieren die Abfahrt nach Klagenfurth und damit auf die ursprünglich avisierte „kürzeste Strecke“ übersehen. Und so war eine Entscheidung für eine andere Streckenführung getroffen, aber nicht zum richtigen Zeitpunkt kommuniziert worden – und die Kommunikationskatastrophe nahm ihren Lauf...

Womit bewiesen wäre, dass der hier für diesen Bericht vorgenommene „Testmodus“ – also mit der Chance, das Geräte auch während der Fahrt als Beifahrer noch manipulieren zu können – zwar „erkenntnistheoretisch“ eine Reihe von Erkenntnis stiftenden Vorteilen hat, in der Praxis aber so nicht immer zum Vorteil eingesetzt wird, da der Fahrer oder die Fahrerin nicht direkt mit dem Gerät kommunizieren und sich von daher durch die eigene Tätigkeit und Ansage durch den Beifahrer weitere Fehler oder Missverständnisse einstellen können. Andererseits hat das aber im Wechselschluss zur Folge, dass dieses zwingend voraussetzt, dass eine direkt mit dem Fahrer, mit der Fahrerin interagierende Software wirklich solch einen hohen Grad an Perfektion erreicht haben muss, der notwendig ist, um dieses „Vertrauensverhältnis“ in der direkten Mensch-Maschine-Kommunikation voll und ganz zu rechtfertigen. Und dieses ist – wie auch schon in dem ersten Bericht angesprochen – nach wie vor nicht wirklich der Fall: V0r allem dann nicht, wenn es um Entscheidungsprozesse geht, die oft in Sekundenbruchteilen zu einem Ergebnis gebracht und in eine konkrete Aktion umgesetzt werden müssen.

Ein erstes Beispiel von vielen: die sogenannten Mautstrecken.

Bei der Routenplanung kommt, egal ob man sich nun für die kürzeste oder die schnellste Variante entscheidet, gelegentlich die Mitteilung: „WARNUNG: Die aktuelle Route umfasst Mautstraßen. Möchten Sie Mautstraßen vermeiden?“ Und der Nutzer muss sich zwischen einem „NEIN“ und einem „JA“ entscheiden. Das klingt clever, ist es aber nicht. Oder, sagen wird es so: nicht clever genug.

Wer beispielweise in Österreich eine Autobahn befahren will, der kauft sich eine sogenannte Vignette. Mit diesem Aufkleber auf der Windschutzscheibe ist man dann berechtigt, nach dem Grenzübertritt auf der Autobahn weiterzufahren. Eine solche Vignette gibt es für unterschiedlich lange Geltungszeiten und unterschiedlich hohen Preisen.

Wer sich entscheidet, grundsätzlich in diesem Land keine Autobahn zu nutzen ist mit der Auswahl „JA“ (ich will die „Mautstraßen“ vermeiden) am TomTom-Rider richtig bedient. Aber wer sich dagegen für „JA“ entscheiden, hat das hier gestellte Problem nicht wirklich gelöst: Denn selbst mit der Tatsache, die Autobahn nun nutzen zu können, ist man nicht vor weiteren Kosten gefeiht. Diese zusätzlichen „Autobahngebühren“ für bestimmte Streckenabschnitte werden von dem Gerät nicht von den Kosten für die Vignette unterschieden. Wir machen offensichtlich im Deutschen den kleinen aber entscheidenden sprachlichen Fehler, auch die Kosten für diese Vignette mit der Bedeutung des Wortes „Autobahngebühr“ zu belegen. Dem ist aber nicht so. Nach fachkundiger auf der Reise eingeholter Auskunft ist – zumindest für den Linguisten – die Autobahngebühr mit dem Wort „peage“ – oder eben „Maut“ gleichzusetzen, für eine Gebühr also, die für eine einmalige Nutzung eines bestimmten Streckenabschnitts anfällt. Dazu können Tunnel gehören oder auch Brücken, die genutzt werden sollen. Für den TomTom-Rider ist aber alles, was auf einer Autobahn Geld kostet, eine „Maut“.

Und das geht so lange gut, solange der Fahrer, die Fahrerin bereit ist, alles zu zahlen, was ihnen so im Verklauf einer Strecke von A nach B abgeknöpft wird. Sie wählen einfach das „NEIN“ (ich will keine der „Mautstrassen“ vermeiden) und lassen es damit gut sein. Alle anderen Varianten dagegen können nicht vorprogrammiert und damit auch nicht empfohlen werden. [4]

Ein zweites Beispiel von vielen: der Unterschied zwischen Navigation und Planung

Wie bereits geschildert, ist die aktuelle Navigation solange möglich und sinnvoll, solange man dazu möglichst in der Rolle des Beifahrers ist. In einer solchen Position macht es auch Sinn, im Hauptmenü gleich auf der ersten Seite die Positionen „Navigieren zu …“ und „Alternative suchen“ zu finden.

Aber: wenn man die Routenwahl beginnt, kann die auf der nachfolgenden Ebene nur in grau hinterlegte Wahlmöglichkeit „Mein Standort“ nicht aktiviert werden. Aus der Sicht des Programmierers kann das so in Ordnung gehen, wird doch hier nach dem Ziel gefragt. In der Praxis aber macht das wenig Sinn, denn „Navigieren zu…“ setzt immer einen Standort voraus. Und dass das derjenige ist, den die Satellitenpeilung für den Moment dieser Programmierung offensichtlich schon voraussetzt, das muss man wissen und das lässt sich nicht im Rahmen einer intuitiven Bedienerführung herausfinden – es sei denn, nach so vielen Versuchen des „trial & errors“, dass man zu diesem Zeitpunkt bereits den Spass an der Sache verloren hat.

Wann immer man diese Sache mit dem offensichtlich automatisch indizierten Standort verstanden hat und nun sich die Strecke berechnen lässt, wird diese schlussendlich in einer Art Übersichtsdarstellung, inklusive Angabe der gesamten Länge und der voraussichtlichen Fahrzeit, auf den Bildschirm projiziert. Am unteren Ende der Darstellung werden drei Alternativen angeboten, wie nun weiter verfahren werden kann, die da lauten: „Details“ „Alternative suchen“ und „Fertig“. In dem hier gewählten Fall wurde eine „schnellste Route“ mit 4:57 h und 308 km vorgeschlagen. Der Versuch, über den Auswahlschalter „Alternativen suchen“ nun die kürzeste Route angezeigt zu bekommen, scheitert. Denn in der Default-Einstellung wird eine solche Wahlmöglichkeit nicht angeboten. Und das aber sollte sie.

In dem hier skizzierten Fall hat man überhaupt keine andere Alternative, als „ins Eingemachte“ zu gehen. Und das hat viel Zeit gekostet, bevor die Lösung dazu gefunden werden konnte. Und diese gilt unabhängig davon, ob man sich nun dem elektronischen Handbuch anvertraut, oder auf dem Weg von „trial & error“ nach einer Lösung sucht. Wie sich aus dieser Schilderung ergibt, wurde hier die „trial & error“ – Variante gewählt. Wohlwissend, dass dieses vielleicht aus der Sicht der Ingenieure nicht der fairste Weg ist, aber es ist selbst für den Beifahrer kaum zumutbar ist, neben dem Tom-Tom-Rider nun auch noch den Laptop auf dem Fordersitz zu etablieren um dann mit dessen Hilfe das Handbuch studieren zu können. Also machen wir es genauso, wie es zumeist in der Praxis auch passiert: wir arbeiten nach dem Prinzip: „tip’n try“.

Also wird im Hauptmenü auf der Seite 1 die Funktion „Einstellungen ändern“ gewählt. Und in dem dann sich vorzeigenden Untermenü bis auf die Seite 5 vorangetippt. Und von dort aus auf die Position „Planungseinstellungen“ gewechselt. Und in diesem Unter-Unter-Menü gibt es neben der Wahlmöglichkeit „Immer schnellste Route planen“ und der Wahlmöglichkeit „Immer kürzeste Route planen“ eine weitere Alternative die da lautet „Bei jeder Planung fragen“. Wird diese Auswahl aktiviert und dann mit „Fertig“ quittiert und dann bestätigt, ob man die Routenzusammenfassung nach 10 Sekunden automatisch geschlossen haben will oder nicht (hier wurde „Nein“ gewählt), und dann das Ganze wiederum mit „Fertig“ bestätigt, und dann das Unter-Unter-Auswahlmenü wiederum mit „Fertig“ schliesst … dann kommt man endlich wieder auf jene ursprüngliche gewählte Kartendarstellung, die es erneut anzutippen gilt, um so schlussendlich wieder ins Hauptmenü zu gelangen. Werden jetzt erneut die Funktionen „Alterativen suchen“ und „Alternativen berechnen“ nacheinander aktiviert, macht das Gerät tatsächlich das, was man von ihm erwartet. Nur, dass es sich hierbei eben nicht um die Default-Einstellung handelt. Und das ist ein Fehler.

Die Empfehlung lautet: entweder man nimmt den „dümmsten anzunehmenden Nutzer“ als Basis der eigenen Programmführung an und hält solche aufgrund dieses Profils naheliegenden Lösungsangebote im Default-Modus bereit, oder aber man gibt dem Nutzer bei der ersten Inbetriebnahme eine Reihe von Wahlmöglichkeiten, die dann Schritt für Schritt sich auf sein Profil anpassen. Und die dann bei einem weiteren Versuche und nach einem besseren Kennenlernen des System nochmals Schritt um Schritt abgeändert werden könnnen.

3. – 6. August 2008

Die Liste dieser und weiterer Beobachtungsdetails und der daraus abzuleitenden Folgen liesse sich noch eine ganze Reihe von Seiten fortsetzen – und würde damit den Rahmen dieser Darstellung endgültig sprengen.

Vielmehr soll abschliessend davon berichtet werden, dass der Tom-Tom-Rider nochmals erneut auf der Strecke von Kroatien über Slowenien bis nach Österreich eingesetzt wurde. Dieses mal wurde nicht - in dem ja so eigentlich gar nicht vorgesehen „co-pilot-setting“ - die „Navigiere zu ...“ Variante gewählt, sondern die gesamte Route unter der Funktion „Route erstellen“ vorgeplant, die in ihren Funktionen deutlich umfangreicher ist, da ja bei der Planung der Fahrer bzw. die Fahrerin nicht von dem aktuellen Verkehrsgeschehen abgelenkt werden kann. Dabei wurde bei den Planungsvorgaben vorgegeben, dass grundsätzlich keine Autobahnen mit einberechnet werden sollten. Diese Einstellung hat sich als sehr hilfreich erwiesen – und als zuverlässig, da – bis auf einige neu erbaute Umgehungsstrassen – wirklich alle möglichen und fast unmöglichen Wegstrecken erfasst und mit angeboten wurden.


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Dabei stellte es sich dann heraus, dass einige dieser Wegstrecken tatsächlich noch nicht einmal asphaltiert waren – ohne dass man vorher gefragt worden wäre, ob man diese mit in der Planung hätte einbeziehen wollen oder nicht. Da der zum Einsatz gebrachte Wagen aber mit einem sehr elastischen CDI-Diesel-Triebwerk und einer hohen Achslage ausgestattet war, war dieses – in diesem Fall – nicht wirklich ein Problem, sondern wurde gerne mit als Streckenangebot mit in Kauf genommen.

Die Probleme begannen eher an einem anderen, aber ebenfalls entscheidenden Punkt: Trotz einer Dateneinspielung aus mindestens 4 Satellitenpositionen verlor das Gerät so oft die Orientierung, dass es wirklich gefährlich wurde, die dort zwischenzeitlich eingespielten Empfehlungen Folge zu leisten. Wie gesagt, dabei wurde hier ganz bewusst auf die Einspielung von Stimmen zur Orientierung verzichtet und die zur Empfehlung gebrachte Fahrstrecke nur vom Display abgelesen. Aber die Probleme, die sich bereits bei einem früheren Versuch in der Stadt Wien eingestellt hatten, dass sich das Gerät mit dem Labyrinth der Einbahnstrassen völlig verfranste, stellten sich nun inmitten der freien Natur auch wieder ein: die Phasen der zeitweisen Orientierungslosigkeit waren schlichtweg zu lang und die Abweichungen zu drastisch, als dass man das noch als „Schönheitsfehler“ durchgehen lassen könnte.


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Wenn man – wie in diesem Falle – nun mit dem System schon in gewisser weise „vertraut“ war, war es möglich, dann „irgendwie“ auch damit umzugehen und sich davon also nicht „ins Boxhorn jagen“ zu lassen. Wer sich aber als Anfänger – und dann tatsächlich auf einem zweirädrigen Bock und nicht in einer vierrädrigen Blechkiste – im vollen Vertrauen auf Marke, Gerät und System auf den Weg gemacht hätte, wäre damit Gefahr gelaufen, sich selbst in nicht mehr zu vertretenden Gefahrensituationen zu bringen, die durch die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Fahrtstrecke entstanden wären.


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Auch das muss gesagt – und geändert werden. Schließlich ist dieses Brand nicht irgendeines und kann mit so vielen Käufern offensichtlich mit seinem Angebot auch nicht so total daneben liegen, wie es hier vielleicht angeklungen haben mag.

Auch ist es wirklich bemerkenswert, dass von Australien bis Slowenien und Kroatien überall gutes Kartenmaterial angeboten wird.

Und letztendlich ist auch der Versuch, die Nutzer dieses Systeme selber mit als Karographen und Vermesser der von ihnen befahrenen Wegstrecke zu engagieren wirklich eine gute und vielleicht sogar zielführende Idee [5].

Und dennoch: trotz all dieser Bemühungen und Initiativen wird man nicht Müde werden dürfen, zur Weiterentwicklung nochmals die „Profis“ ranzulassen – und sich nicht auf den bislang erreichten Erfolgen auszuruhen. Stillstand bedeutet den Tod: Und auf dem Motorrad zumindest die Gefahr, umzukippen – samt Tom-Tom-Rider.

Anmerkungen

[1Alle diese Berichte haben dabei den „Nachteil“, dass sie die eigentliche Verwendung auf dem Motorrad nicht wirklich haben erproben können. Aber die eigene Praxis auf dem „Bock“ wird es erlauben, auch in den jetzt vorliegenden Kommentaren die eine und andere Ableitung glaubwürdig und kompetent herzustellen.

[2Erprobt wurden also auch nicht die Möglichkeit der Bluetooth-Anbindung an das Telefon. Und das nicht nur aus technischen, sondern auch aus Kostengründen. Sobald man die heimischen Gefilde verlassen und sich auf die Roaming-Gebühren beim Datentransfer einzustellen hat – und sei es auch nur, um den aktuellen Wetterbericht einzulesen – sucht man alsbald schnell nach anderen Alternativen. Vom Rundfunksender Ö3 bis hin zum Gespräch mit den Gastwirtsleuten über die zu erwartende Wetterlage.

[3Das alles unter der Voraussetzung, dass es nicht regnet. Denn das Gerät ist zwar wasserfest, aber das Display wird durch die Tropfen gerade oft an jenen Sichtpunkten ausser Kraft gesetzt, die für die Erfassung der Situation gerade in diesem Moment von entscheidender Bedeutung wären. Und die reine stimmengestützte Führung - hier wären sicherlich noch weitere Fahrten möglich um dazu ein abschliessend gültiges Urteil abzugeben – ist dann oft in den entscheidenden wenigen Sekunden entweder nicht präzise genug formuliert oder aber sie findet zu spät statt. Und so bekommt man die richtige Information erst dann, nachdem man sich bereits angesichts der zu diesem Zeitpunkt herrschenden Informationslage zu einer anderen Abzweigung als der – zu spät angesagten – entschieden hat. - Wer die Probe aufs Exempel machen will, dem sei das Kreuz St. Michael auf der A8 in Richtung Klagenfurth empfohlen…

[4Dass dieses nicht nur ein „Streit um des Kaisers Bart ist, zeigt die aktuelle Erfahrung auf dieser Fahrt. In Slowenien zum Beispiel wurden zum 1. Juli 2008 die streckenabhängigen Nutzungskosten durch eine Pauschalgebühr ersetzt, die zu einem Preis von nicht unter Euro 35 für eine halbes Jahre Nutzungszeit entrichtet werden muss. Diese Änderung ist für den Nutzer doppelt ärgerliche: sie macht die Fahrt sehr viel teurer. Und sie kann darüber hinaus auch mit einer noch so aktuellen und aktualisierten Tom-Tom-Software noch nicht in Erfahrung gebracht werden – geschweige denn dem Nutzer alternative Streckennutzungsmöglichkeiten anbieten.

[5Vielleicht sollte den fleissigsten und besten unter Ihnen zu Weihnachten je ein Exemplar der „Vermessung der Welt“ zum Geschenk gemacht werden – Siehe „DaybyDay“ vom 4. August 2008: Die Vermessung der Welt


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