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VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 21 Uhr 12 Minuten

 

Artikel zu schreiben über das Misslingen der Kommunikation mit dem Hause Microsoft ist wenig ertragreich.

Weil schon zu viele dieser Art geschrieben wurden und Gefahr laufen nur noch allfällige Vor-Urteile zu diesem Thema weiter zu bedienen und zu verstärken.

Weil dadurch auch den Aussagen im Detail kaum noch Obacht geschenkt wird und die Chance einer produktiven Kritik relativ gering ist.

Weil die Nichtbereitschaft, sich einer bestimmten "Systemdenke" anzupassen oft schon daran scheitert, dass diese einem zunächst nicht einmal klar ist - und auch keine Anstrengungen unternommen werden, dass diese einem Nahe gebracht wird.

Hierzu einige kurze Beispiele - als pars pro toto:


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Der Nicht-Zugang zu dem US-System.

Gut einerseits ist alles "lokalisiert" und wenn mann mit einem - in diesem Falle - deutschsprachigen Betriebssystem arbeitet, sollte auch alles "drumherum in dieser Sprache" stattfinden. Aber nein: wenn es dann mal an’s Eingemachte geht, ist doch die englische Sprache bzw. das Amerikanische als Default die einziger Referenz.

Aber, selbst wenn man alles korrekt geschrieben und aufgelistet bleibt, bleibt einem allzumal der Zugang zu dieser Welt versperrt.


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Das Spiel mitspielen.

Wir reden hier nicht von höherer Warte aus - auch wenn im eigenen Hause die Mac- als auch die Linux- und die Unix-Welt ebenso zu ihrem Recht kommen und von Leuten, die davon Ahnung haben, fleißig genutzt werden - sondern stellen uns auch immer wieder der eigenen Nutzung.

Als Microsoft-Partner haben wir uns verpflichtet, die gegen eine Jahresgebühr bezogene Software nur im eigenen Haus einzusetzen. Und das geschieht sowohl um damit den internen Bedarf zu befriedigen aber immer wieder darüber hinaus, um sich mit verschiedenen Testinstallationen über die neuen Entwicklungen vertraut zu machen.

Als "Small Office" haben wird seit vielen, vielen Jahren immer wieder versucht, einen eigenen Small Business Server aufzusetzen. Das ganze endete noch zu Zeiten von Windows NT 4.0 regelmäßig in mehr oder weniger grossen Katastrophen. Wir, die wir schon sehr früh und intensiv ISDN im Einsatz hatten mussten an vielen Stellen immer wieder nachbessern - und bei Microsoft nachhelfen - damit "die da" überhaupt verstanden, was wir da alles vorhatten. "T One" und ein Bünde von gut 20 64 Kb ISDN-Kanälen ist schon ein himmelweiter Unterschied. Und der Unterschied von 1 TR6 und EDSS 1 war für die MS-KollegInnen - damals noch - nicht mal ein böhmisches Dorf...


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Kurz und - wenn auch un - gut: Erst nachdem "all IP" die Basis für eine Datenkommunikation wurde und diese auch mit ausreichender Bandbreite gefahren werden konnte machten wir uns auf, nochmal diesen Dienst in Anspruch zu nehmen. Und dieses Mal durchaus auch mit dem Ziel der eigenen Nutzung.


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Aber, wie hier durchaus unmissverständlich zu sehen, der Dialog mit den Experten in diesem Feld blieb uns nach wie vor verwehrt. Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland.

Das ist deshalb umso erstaunlicher, als die hier zitierten Links ausdrücklich im Juli-Brief an die MS-Partner genant und auch von uns richtig eingegeben worden waren.


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Nach einigem Nachfragen und Herumtelefonieren gab es dann auch endlich eine Antwort auf diesen "no show". Um über diese Links an weitere Informationen heranzukommen bedarf es nicht nur eines Logins als MS-Partner, sondern auch noch einer "Freistellung" als MS-SBS-Specialist".

Nun gut, das mag ja sein. Aber stattdessen mit einem solchen allgemein publizierten Link einfach "ins Leere" geschickt zu werden kann doch nicht angehen - oder man akzeptiert die oben schon angesprochene Firmendenke und weiß, dass man entweder dazugehört oder einfach nicht an-erkannt wird.


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Der Versuch, auf der MS-Press-Schiene nachzufragen, wann es denn die ersten Publikationen zum Thema SBS 2008 geben wird, scheiterte ebenfalls. Der hier angegebene Link führte ebenfalls "ins Nichts".

Abschliessend aber auch noch ein Positiv-Meldung.

Der Q’n A - Online-Dialog mit einigen MS-Support-Spezis verlief nicht nur zügig - mit einer Antwortzeit von unter einem Tag, sondern auch gut. In der Antwort wurde sowohl auf die gestellte Frage eingegangen, es wurde auf verwandte Themenbereiche hingewiesen und es wurde das Angebote gemacht, sich bei weiteren Nachfragen nochmals zu melden.

Aber alles, wie oben gesagt, in Englisch: Womit sich der Teufelskreis wieder schleisst (denn dieser, wie jedes Kind weiss, liegt bekanntlich im Detail, dort, was man im Englischen "nitty gritty" nennt....).


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