Buchmesse Leipzig 2009

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 22 Uhr 36 Minuten

 

Heute, am 12. März 2009 öffnet die Buchmesse in Leipzig bis zum 15. März ihre Tore.

Da die persönliche Anwesenheit - entgegen allen Wünschen - nicht möglich sein wird, soll an dieser Stelle zumindest einer der Presse-Beiträge aufgenommen und hier nochmals besonders herausgestellt werden.

Das Thema lautet:

"Warum 300 Euro für einen E-Book-Reader zahlen? Deutsches Unternehmen präsentiert E-Books für iPhone, Blackberry & Co. auf der Leipziger Buchmesse"

und verweist auf die neue Plattform http://www.readbox.net [1] von der aus "Bücher" in bereits bestehenden e-book-Formaten auf aktuell bereits genutzte mobile Endgeräte wie iPhone, iPod Touch, Blackberry, Pocket PC, Smartphone u.v.a.m. heruntergeladen werden können.

Wird das die "deutsche Software-Antwort" auf die hardwarebasierten Angebote der Amerikaner mit Amazons Kindle und der Japaner mit Sonys PRS sein?

Einen guten Überblick über den aktuellen Stand "zur Lage" gibt die folgende Online-Lese-Empfehlung:

- "Trend E-Book: Lesen unter Strom." Von Ralf Sander. In stern.de - 11.3.2009 - 12:55.

Auf der zweiten Seite dieses Artikels werden u.a. folgende informative weiterführende Links aufgeführt:

- zu David Pogue’s Artikle über den Sony PRS-700 The Other e-Reader in der "New York Times" vom 26. Februar 2009

- zu dem Messe-Eröffnungsangebot der Thalia-Handelskette und dem Großhändler Libri

- zum Start der Buchsuchmaschine libreka des Börsenverein des deutschen Buchhandels

- zum Projekt Gutenberg in dem viele digitalisierten Versionen von Texten zu finden sind, deren Urheberrechte abgelaufen sind - und über deren Website der Zugang zu ibiblio angeboten wird, sowie zu einer Software, mit der man sich seine e-Books auch auf einem Palm-OS-PDA mittels plucker ansehen kann.

Angesichts dieses internationalen Umfelds nochmals die Frage: Wird man auf diesem Wege wirklich das Ziel erreichen können, "besondere Bücher von kleineren Verlagen, die im Standardprogramm des Buchhandels zu oft nicht repräsentiert sind" auf diesem Wege bekannt zu machen?

Hierzu die Links auf weitere von der Messe Leipzig bereitgestellte Downloads: [2]

- 2009-03-09 PI readbox E-Books Leipziger Buchmesse ohne Bildverweise.doc (259 kB)

- 2009-02-02_screenshot-iphone_bernemann-cover-und-text_300dpi.jpg (269 kB)

- readbox-endgeraete-uebersicht_300dpi.jpg (247 kB)


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Nachtrag vom 18. März 2009

Dass es auch in diesem Tümpel ein Menge Hechte und Karpfen gibt, zeigt die reuters-Meldung vom Dienstag, den 17. März 2009 1:58pm über die jetzt von Discovery angezettelte Klage gegen Amazon.
Dabei geht es - vor allem in Zukunft - nicht mehr nur um die textbasierten Dienste. Wie die Meldung zeigt, ist auch schon die Audio-Funktion des Kindle in der Diskussion. Und über kurz oder lang wird es auch um die Bilder (in) Bücher(n) gehen.

Nachtrag vom 20. März 2009

Interview mit Voker Oppman Betreiber des Verlags Onkel & Onkel sowie der Buch-Digitalisierungsfirma textunes. Mit textunes können digitalisierte Titel auf dem iPhone nach-gelesen werden. Das Interview fand auf Deutschlandradio Kultur ab 9:10 Uhr statt.

Seiner Auffassung nach sei der Weg von Google nur konsquent und nachvollziehbar. Das gelte sowohl für die Urheberrechtsfreien Titel als auch die nicht mehr verlegten Bücher samt der "opt-out"-Möglichkeit von Autoren, nicht digital re-publiziert zu werden. Aber das gelte auch für die Perspektive, dass Google in Zukunft auch einmal neue Titel anbieten könnte, die gar nicht mehr über den klassischen Verlag präsentiert werden.

Er macht darauf aufmerksam, dass der Verleger nicht nur Vertriebskanal sei, sondern auch die Form eines Korrektivs, jemand, der sich um das Thema Qualität kümmere. Das sei das Pfund, mit dem man wuchern könne: Der Verlag mache ersten eine Vorauswahl aus dem vielen Schrott, der da tagtäglich bei ihnen angeliefert würde, sondern sei bei der Annahme eines Manuskriptes mehrwertbildend im und gestaltend im Bereich des Geneseprozesse der Bücher tätig.

Das gelte auch für den digitalen Bereich. Denn auch das von ihnen verwendete epap-Format sei zunächst nur ein technischer Container. Ihre Aufgabe sei es jetzt - in diesem Falle in Zusammenarbeit mit der ihnen befreundeten Firma "the code" - dafür zu sorgen, dass auch auch Spass mache, auch so ein elektronisch verlegtes "Buch" gerne lesen zu wollen. Sozusagen für den "bibliographilen Wert" einer solchen Ausgabe zu sorgen.

Seiner Meinung nach könne es derzeit gar nichts besseres geben als die aktuelle Diskussion zum Thema Lesen. Das sei doch von Vorteil, dass diese schon als angestaubt diskreditierte Idee des Leses so wieder zum Leben erweckt würde.

Und hier der Link [3] zum Interview nochmal im Originalton:

Lektürehinweis:

Im Heft 8 der c’t schreibt Achim Barczok ab Seite 94 einen Artikel, der sich vor allem auf das Sony PRS-505 plus Lesegerät bezieht.
Und auf der Online-Seite findet sich unter dem Link: http://www.heise.de/ct/09/08/links/094.shtml
ein weiterführendes Angebot an Quellen und Links.

PS: Und auch dieser ist mit jenen Zeilen versehen, die - im Prinzip - auch unter jedem der "DaybyDay"-Texte stehen könnten und besagen:
Diese Liste ist ein Zusatzangebot zu einem c’t-Artikel. Sie wird nach dem Erscheinungstermin der jeweiligen Zeitschriftenausgabe nicht mehr aktualisiert. Bei älteren Artikeln kann es daher vorkommen, dass einzelne Links nicht mehr funktionieren. Wir bitten, dies zu entschuldigen.