Frankfurter Buchmesse_08 (0)

VON Julie ColombetZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 21 Uhr 43 Minuten

 

Der Eröffnungs-Beitrag zum 60. Jahrestag der Frankfurter Buchmesse bezieht sich auf ein Foto in der BILD-BUNDESAUSGABE * 16. SEPTEMBER 2008 von der bereits in einem Beitrag vom 18. September 2008 in einem anderen Zusammenhang die Rede war.


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Anders als in der Online-Version sind zwar die Texte identisch, nicht aber die Fotos. [1] In der Printausgabe sieht man Helmut Schmidt im dunkelblauen Anzug, mit Krawatte und einem weissen Tuch in der Bilettasche, eine weisse Kaffeetasse (Mug) in der rechten Hand haltend, vor einer Bücherwand in leicht gebeugter Haltung stehen. Dabei ist die gebeugte Haltung offensichtlich weniger dem hohen Alter /89) des Mannes zuzuschreiben sondern der Tatsache, dass er sich gerade einem bestimmten Thema zuzuwenden scheint, das ihn interessiert. Aufrecht dagegen hinter ihm viele weisse senkrechete Sprossen samt ihrer waagerechten Bücherregale, die den gesamten Hintergrund von der linken bis zur rechten Seite des Bildes in der Printausgabe bestimmen.

Der MENSCH VOR EINER BÜCHERWAND ist sicher eines jener Standard-Formate, mit der eine bestimmte Kategorie von Persönlichkeiten - zumeist Männer - abgebildet werden. Und es ist eines der interessanten Themen dieser Buchmesse herauszufinden, wie dieses "Klischee" erlebt, gelebt - und vielleicht auch wie hier - auskommentiert wird.

<p>... anlässlich eines Spendenaufrufs für die Welthungerhilfe am 12. 10. 2008 im ARD-Fernsehen</p>
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Dabei beschränkt sich dieser Kommentar auf einen kurzen Versuch mit eigenen elektronischen Bordmitteln: Die Suchworte "MENSCH VOR BÜCHERWAND" werden in Google ohne Verknüpfung ein- und zur Suche freigegeben. Im Bilder-Cache wird nach angeblich 0,11 Sekunden eine Ansammlung von über vierhunderttausend Bildern angeboten.

So sieht die erste Seite aus.


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Und jetzt wird nichts weiter getan, als dass versucht wird, den Zusammenhang dieser Bilder - die in den meisten Fällen eben keinen Menschen vor eine Bücherwand zeigen - dennoch systematisch zu dokumentieren und in ihrem Kontext nachzuzeichnen: in dem die meisten von ihnen zunächst immer im Zusammenhang eines Links zitiert werden, unter dem sie aufzufinden sind:

- http://bbs-berlin.blogspot.com/2007_03_01_archive.html [2]

wovon ich eigentlich kurz erzählen, oder was ich fotodokumentieren wollte, das ist das "oberholz" am rosenthaler platz. oder die bobo-hölle.
ich bin auf das lokal gestoßen, weil mir eine ehemalige studentin davon erzählt hat. man könne dort super stundenlang rumsitzen und -dösen. und auf genau das hatte ich nach der einöde in der kommerzialratswitwen-idylle dahlem lust: ganz ruhig wo sitzen, wo es fein ist, aber trotzdem in einer stadt sein, die ihre bezeichnung zurecht trägt und die einem nicht durch ihre kleinkariertheit angst macht.

das oberholz ist tatsächlich ein wunderbarer ort, um stundenlang zu sitzen und zu lesen. es ist zwar für berliner verhältnisse teuer - ein tee kostet 2euro -, aber obwohl es so voll ist mit menschen, ist es nicht laut dort.

[...] ich habe gesehen, dass neben mir der deutschlernende franzose einem italiener mit einem stapel bücher platz gemacht hat, und der italiener war auch sofort ganz in diese bücher vertieft. der typ, der aber die ganze zeit schon auf dem sofa gesessen ist ... und der dahinter, war der immer schon da?

[...]

ich war umgeben von menschen am computer. das ist der grund, wieso dieses kaffee zwar beinah der unheimlichste platz berlins ist, aber auch einer der ruhigsten, um zu lesen.


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allein hier sieht man 5 leute mit laptop. vor mir noch einer, direkt rechts von mir zwei, links noch vier. hinter der "kellnerstation" im ersten stock, in dem ich gesessen bin, war auf einer kleinen galerie noch platz für ganze 8(!) laptops. ich fand das alles spätestens ab dem moment extrem skurril, in dem eine dixieland-swing version von "creep" von radiohead zu spielen angefangen hat.

- Dieser Eintrag macht ein neue Welt des Lese- und Lernverhaltens deutlich. Sie ist auf ihre Weise zugleich öffentlich und doch privat. Bücher sind nicht "out", aber sie sind Teil einer inzwischen ganz und gar elektrifizierten Welt, in der die Menschen sich auf eine interessante Weise als erneut vereinzelte versammeln.

Und ein solches Bild macht durchaus aufmerksam auf die eigenen Arbeitsumgebung, was hier denn auch in der angemessenen Bildsprache dokumentiert werden soll: Die Kamera ist im Blick, aber nicht der Fotograf, die Büroregale sind im Blick, aber nicht die Bücher, die aus jenen hier abgelegten Entwürfen entstanden sind. Der Monitor ist zugleich Schnittstelle zur Wahrnehmung der Welt (Berlins) durch Andere und Spiegel der eigenen Wirklichkeit inmitten dieser Welt (und des berliner Büros).


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- http://www.ub.uni-erlangen.de/Organisation/Ausstellungen/gutenberg/Bild1.gif

Bücher im Jahrhundert Gutenbergs
 [3]

Als anläßlich der Jahrtausendwende eine Liste der bedeutendsten Persönlichkeiten der vergangenen 1000 Jahre erstellt wurde, nahm die erste Stelle ein Mann ein, der auf Wissenschaft und Kultur einen größeren Einfluß ausübte, als je ein Mensch vor ihm: Johannes Gensfleisch zur Laden, genannt zum Gutenberg.


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Die Ausstellung Bücher im Jahrhundert Gutenbergs zeigt Handschriften, gedruckte Bücher und Einblattdrucke aus dem 15.Jahrhundert. Damit soll einerseits das Besondere an der Erfindung Gutenbergs deutlich gemacht und andererseits das weiterhin Traditionelle an den mit der neuen Technik hergestellten Werken betont werden, denn noch mehrere Jahrzehnte nach der Erfindung des Buchdrucks war man bemüht, dem gedruckten Buch das Aussehen einer Handschrift zu verleihen. Der Zeitrahmen ergibt sich aus dem durch Konvention festgestellten Geburtsjahr Gutenbergs und dem Jahr 1500, das üblicherweise als Zeitgrenze gilt, um die bis dahin gedruckten Bücher, die Inkunabeln, als eine eigene Gruppe zu erfassen. [...]

- http://zelis.de.vu/

Hier ist das exemplarische Ende eines Blogs nachzuvollziehen. Die Autorin schreibt am Ende ihrer Einträge:

Ich möchte mich hiermit auch ganz lieb bei euch,
meinen Besuchern, danken. Ohne euch hätte es meine
Seite nicht so lange gegeben und folgende Statistik
(Zeitraum: Letzten 5 Monate) wäre nicht entstanden
— Blogs: 38
— Kommentare: 1.908
— Ask&Answer-Fragen: 1.144
— Gästebuch.Einträge: 430
— Besucher insg: 84.732
— Besucher täglich: 200
— Besucher maximal: 1.005
— Besucher minimal: 170

Nochmals danke für die letzten 2 1/2 Jahre. Mein HP ist
wirklich unnormal wichtig für mich. So banal es auch
klingen mag, sie war ein Teil von mir und wird es auch
immer sein.
Naja, genug der Worte.

xoxoZelis, am 28.2.08

Das Note-Book als Teil von ihrer Selbst.
So ein Text spricht für sich selbst.

- http://www2.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Scriptorium/S25.htm

Dieser Eintrag wurde auf den Seiten der Technischen Universität Berlin gefunden. Die Überschrift dieser Ausarbeitung heisst:

Zur Bedeutung antiker Moral und Ethik für unsere Zeit. Von Christian Gizewski.

Darin steht in einem Kasten zu lesen:

12) DER HUND ALS SITTLICHES BEISPIEL.

a) Schau ich in die tiefste Ferne meiner Kinderzeit hinab, steigt mit Vater und mit Mutter auch ein Hund aus seinem Grab. (Friedrich Hebbel, Der treue Hund; um 1850).

b) Als Platon ihn einen Hund nannte, erwiderte er: "Jawohl; denn ich bin zu denen, die mich verkauft haben, zurückgekehrt." (Diogenes Laertios, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. Über den Kyniker Diogenes VI, 40; 2. Jh. n. Chr.).

Und am Schluss findet sich dieses Foto mit der Unterschrift Hund vor Bücherwand und Papierkorb:


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- http://www.kjm-aargau.ch/Rezensionen/2006/ErstesHalbjahr06.htm

Auf dieser Seite findet sich nun der allseits - und sattsam? - bekannte "Klassiker" vom Bücherwurm Carl:


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- http://www.sankt-georgen.de/hochschule/buecher.html

Und auf dieser Seite der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen - Frankfurt am Main findet sich das Abbild von Oswald von Nell-Breuning: beim Schreiben:


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- http://www.goettinger-tageblatt.de/newsroom/kultur/zentral/kultur/art180,550150

Dieser Link re-präsentiert: den Leser. Hier in einer im Göttinger Tagblatt am 16. März 2008 um 18:11 Uhr publizierten Aufnahme, die "Hunderte Menschen vor den Kassen der Buchmesse in Leipzig" zeigt:


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- http://www.wilsons-island.net/2008/05/10/%e2%80%9everbrennt-mich%e2%80%9c/#more-412

In "Wilsons-Island".net, dem Online-"MAGAZIN FÜR GLOBALE LEBENSASPEKTE" findet sich ein Eintrag zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennungen in Berlin, am 10. Mai 1933. der mit den Worten beginnt:

Heute, vor 75 Jahren, am 10. Mai 1933, wurden in Berlin und anderen deutschen Städten öffentliche Bücherverbrennungen inszeniert. Dabei wurden die Werke verfemter Autoren spektakulär und öffentlich ins Feuer geworfen. Es war der Beginn der Ausgrenzung in Nazideutschland gegen alles, was links, jüdisch oder pazifistisch war. Vor den Menschen wurden Bücher verbrannt.

Und dem folgendes Foto vorangestellt wurde:


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- http://schmoll-et-copains.typepad.com/schmolletcopains/bcher_heftchen/

Und wie es der Zufall will: Auch der Aspekt des Buchhandels kommt nicht zu kurz. Hier in Form eines Lesestücks von Florian Felix Weyh mit dem Titel: Gutenberg [4] - einer Komödie die im Jahr 1997 erstmals am Theater Krefeld-Mönchengladbach aufgeführt wurde:


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" Eine Buchhandlung in der Provinz. Die Geschäfte gehen schlecht. Wie absolute Herrscherinnen haben Baronin Blixen (alias Sabine Knieper) und O’Flahertie (alias Beate Schüssler) den Laden unter sich aufgeteilt, zumal die Gorgo (alias Hiltrud Sperling) ihren Eigentümerpflichten kaum nachkommt. Kunden spielen keine Rolle. Was sich verkauft, ist zu schlecht, um verkauft zu werden. Was wie ein Klotz am Lager liegt, verdient den Einsatz, doch niemand will es haben.
Eines Morgens verändert sich alles. Jungbuchhändlerin Clara steht, frisch aus Rom eingetroffen, in der Tür. Aus der Buchhandlung wird ein Medienparadies mit kümmerlicher Bücherecke namens Print-Shop. Was blinkt und rauscht, piepst und quietscht, findet reißend Absatz.

Es kommt zum Kampf der Systeme. Die neuen Medien fressen Raum, die alten wegen ihres schlechten Speicherverhaltens noch mehr. Jede Seite versucht, die andere zu besiegen. Schlechte Karten für das alte, gute Buch, aber das letzte Wort ist erst dann gesprochen, wenn die Gorgo von ihrer sentimental journey durch Deutschlands Buchhandlungen zurückkehrt. Mit dem rettenden Einfall? — Die Erlösung kommt von unerwarteter Seite. "

- http://www.stern.de/unterhaltung/buecher/621936.html


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Dieses Foto stammt von Cornelia Fuchs [5] die in einer wöchentlichen stern-de-Kolumne am 28. Mai 2008 über ein Bücherfestival in Wales, in Hay-on-Wye berichtet. Dort hat es am 1. Juni 2008 eine Begegnung mit Daniel Kehlmann [6] , John Irving, Ian McEwan, Siri Hustved und Bruno Ganz geben. [7]

- http://www.amazon.de/Warum-haben-viele-Menschen-Spinne/dp/3893531068

Natürlich darf in dieser Liste auch ein Hinweis auf Amazon.com bzw Amazon.de nicht fehlen. In diesem hier zitierten Zusammenhang soll aber nur auf einen Punkt aufmerksam gemacht werden: Nach der massenhaften Implementierung von Tags [8] erhält nun der (potenzielle) Kunde die Gelegenheit, (s)eine eigene Kundenrezension als Videorezension ins Netz zu stellen.


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- http://www.amazon.de/Dennoch-Mensch-Umkehr-Politik-Gesellschaft/dp/3579064517


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Warum ausgerechnet Rita Süssmuths Buch: "Dennoch: Der Mensch geht vor: Für eine Umkehr in Politik und Gesellschaft" [9] in dieser Liste der Top-Einträge mit erschienen ist, ist nicht nachvollziehbar. Allerdings ist dieser Eintrag sogleich ein gutes Beispiel von Verlags-Rede:

"Einmal mehr aufstehen als hinfallen" ist einer ihrer Grundsätze: Am 17. Februar feiert Rita Süssmuth ihren 70. Geburtstag.
Die profilierte Politikerin, die für ihren "eigenen Kopf" bekannt ist, gewährt hier sehr persönliche Einblicke in ihr ereignisreiches und erfahrungssattes Leben. Sie beschreibt ihre Erfahrungen und die Haltungen, die sie motivieren und leiten. Wie Politik wieder den Menschen dient und nicht dem Sachzwang machen die Reflexionen dieser großen politischen Persönlichkeit spürbar.
"Es hat sich jedes Mal gelohnt, zäh, unbeirrbar und prinzipienstark zu sein. Hat man einmal begriffen, in welche Richtung die Suche nach der Lösung gehen muss, darf man die Richtung auch nicht wechseln. Ich habe versucht durch Argumente zu überzeugen, durch einen Appell an pragmatisches Handeln, Sachlichkeit und Mitempfinden. Und ich lernte es an fast jedem Tag: Wer nicht kämpft, hat schon verloren."
Rita Süssmuth

und Leser-Gegen-Rede [10]

"Da kommt eine Fr.Süssmuth, die als Politikerin jahrelang auf Steuerzahlers Kosten gut gelebt hat, und will uns in diesem Buch die "Umkehr in Politik und Gesellschaft" schmackhaft machen.

Der Wähler und Steuerzahler fragt sich als erstes - wofür hat die Dame jahrzehntelang unser aller Geld in großer Menge bekommen, wenn ihr jetzt als Rentnerin einfällt, daß man alles besser machen könnte?

Und das genau ist der Tenor des Buches - "alles geht besser". Hänschen und Gretchen wissen das zwar auch ohne dafür auf unser aller Rücken eine dicke Staatsrente zu bekommen, aber die Dreistigkeit, ein Buch über das Wollen und nicht gekonnt haben zu schreiben besitzen nur wenige.

Die Fr.Süßmuth erzählt in ihrem Bändchen weitschweifig die Politik, die sie über weite Strecken selbst verantwortet und beglückt in endloser Langeweile ihre Leser mit vermeintlich klugen Ratschlägen. Die Langeweile und Ödnis solche Ergüsse abgehalfterter Politiker ist schlicht furchtbar. Man gewinnt den Eindruck, die Dame will wieder eine Pressemeldung über sich sehen.... und wenn es nur die Verlagswerbung ist. Solche Bücher finden aber immer den richtigen Weg: auf den 1€-Stand der Antiquariate ;) und das ist noch zuviel Geld für diesen langweiligen Kram. "

- http://www.einfach-persoenlich.de/buecher/autorengespraech/

www.einfach-persoenlich.de ist der Blog des selbständigen Beraters, Trainers, Coach, Consultant und Strategen Jörg Petermann. In seinem Autoren-Gespräch mit dem PR-Blogger Klaus Eck schreibt er neben dem auch hier abgebildeten Buch-Titel: "Corporate Blogs. Unternehmen im Online-Dialog zum Kunden":


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"Menschen & PR - seine Vorliebe für Menschen und PR hat Klaus Eck zum Beruf gemacht. »Digitales liebe ich besonders.«, gesteht er mir im persönlichen Gespräch freimütig mit einem schelmischen Schmunzeln. Mit stolz geschwellter Brust zeigt er mir eines der ersten druckfrischen Exemplare seines Buches. Handlich und informativ ist es geworden, sein Erstlingswerk. Nur bei der Signatur überlegt er einen Moment und fertig ist es: mein ganz persönliches Exemplar von Corporate Blogs."

Auch hier bedarf es keines weiteren Kommentars. Fröhliche referenzierte Eitelkeit allenthalben: von der "stolz geschwellten Brust" des Anderen bis hin zur eigenen Freude über "mein ganz persönliches Exemplar" mit Widmung.

- http://www.phil.uni-passau.de/histhw/tutcarto/deutsch2/Mittelat-vertieft-de.html

Das ist der Link auf Ausführungen von von Magister Dr. René Tebel aus Wien über das "WESEN DER ABENDLÄNDISCHEN
MITTELALTERLICHEN KARTOGRAPHIE "

In seinem ersten Abschnitt über "Die Universalkartographie Des Abendländischen Mittelalters" ist zu lesen:

Mit den Zeugnissen der Universalkartographie liegen uns nicht alleine die frühesten erhaltenen Karten des europäischen Abendlandes vor, sie bilden auch das Gros der mittelalterlichen kartographischen Zeugnisse.

In überwiegender Zahl wurden sie als Buchillustration konzipiert: So finden sich mindestens 900 Karten in Handschriften, etwa X im gedruckten Buch, wogegen sich nur etwa 20 Karten isoliert erhalten haben. Während also die im Schutz gebundener Bücher stehenden Weltkarten am ehesten überdauern konnten, so muss von einem erheblichen Verlust an selbständigen, insbesondere an großformatigen Karten ausgegangen werden.


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Das Buch als Bewahrer von Schrift und Bild, beides mit dem Begriff der "Mappae mundi" bis ausgehenden Mittelater so tituliert und ausgewiesen.

- http://www.hirtenhunde.ch/buecherliste.htm


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Wie es zu diesem letzten Link auf dieser Google-Seite Eins kommt - wissen die Götter. Aber er bildet aus Sicht des Autors, dessen Vorname "Wolf" ist, einen wunderbaren Abschluss dieses Exkurses in die Welt der Bücher, der Menschen und der Synchronizitäten zwischen ihnen.


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Die Lehre aus dieser Google-Such-Aktion zum Suchthema: MENSCHEN VOR BÜCHERWAND:
1. Es gibt nur ein ganz wenige Bilder auf der ersten Google-Bilder-Seite, auf der ein Lebewesen vor einer Bücherwand zu sehen ist: Spitzwegs Büchernarr und - ein Hund.
2. Und doch haben wir mehr gefunden, als gesucht wurde: Ein Panoptikum der Bücher-Welten und ihrer Bilder, das sich in seiner zufälligen und doch zugleich typischen Weise als Intro zur diesjährigen Buchmesse nicht besser hätte entfalten können.

WS.

Nachtrag vom 23. November 2008

In der Dezember-Ausgabe des "Magazins für politische Kultur": Cicero wird ab der Seite 132 ein Interview mit Marcel Reich-Ranicki unter der Überschrift "Ich mag keine billige Bücherreklame!“ abgedruckt. Im Internet ist zu diesem Interview eine Foto der Picture Alliance abgebildet, in der Zeitschrift ein Foto von Angelika Zinzow, das wir an dieser Stelle - hoffentlich mit dem Einverständnis des Verlages - nochmals zitieren möchten:


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Denn es ist nicht nur das "ultimative" Bild des "Literatur-Papstes" vor seiner Bücherwand. Es zeichnet sich darüber hinaus durch (s)einen wunderbaren Schnitt aus: Genau in der Heftmitte - in diesem Scan deutlich erkennbar - wandelt sich das Szenarium: Anstatt der Bücherwand eine Wand mit Bildern, darunter eine schwarze Couch samt Couchtisch mit Blumen: Und als Verbindung zwischen diesen beiden Welten eine weisse Tischlampe.

Ein Foto wie ein Still-Leben: das mehr sagt als tausend Bände.

Anmerkungen

[1Sollte aus urheberrechtlichen Gründen ein Zitieren dieses Bildes oder eines der weiteren hier herausgestellten Bilder nicht geduldet werden, würden diese - wenn dieses gewünscht oder gewollt oder veranlasst wird - unverzüglich wieder gelöscht werden. Als Urheber dieses ersten Fotos gleich drei Namen genannt: Daniel Biskup, J.H. Darchinger, und Ronald Sawatzki - welcher dieser Fotografen jetzt für das hier zitierte Bild "zuständig" ist, lässt sich so nicht festlegen...

[2Wir übernehmen aus diesem Blog nur ein Foto, da auf diesem mehr als drei Personen abgebildet werden - von wegen der Persönlichkeitsrechte etc.

[3Ausstellung an der UB Erlangen-Nürnberg in der Zeit vom 10.November – 3. Dezember 2000

[4Erschienen 1996 im Verlag Christina Schellhase,
ISBN 3-931352-01-3

[5In der Hoffnung und mit dem Wunsch, dass sie diesem Zitat im Zusammenhang mit diesen Ausführen nicht widersprechen möge.

[6Siehe dazu in "DaybyDay": Die Vermessung der Welt.

[7Mehr dazu unter: www.hayfestival.com.

[8"Tags ( Was ist das?) :
Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte.
"

[9Erschienen im Mai 2007 im Gütersloher Verlagshaus, ISBN-10: 3579064517

[10"Tolle These", von Livia aus Köln vom 14. September 2007


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