Never better: Buschschlueter

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 16 Uhr 37 Minuten

 

Heute, am Freitag, den 03.08.2007 um 19:38 Uhr erreicht uns aus Mainz die folgende Mail von einem uns bis dahin namentlich nicht bekannten Leser mit dem folgenden Inhalt:

Lieber Herr Buschlüter,

mit geradezu Bestürzung habe ich heute Ihren Abschied zur Kenntnis genommen! Vielen Dank für Ihre superbe Arbeit!

Ihr letzter Beitrag heute im DLF hat mich berührt, und das auch deswegen, weil er diese Lektionen in Demut enthielt, die ich in diesem Land mit genau diesen Menschen machte.

Good morning, America, how are You?

Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft

[der Name des Absenders ist der Redaktion bekannt]

— Gesendet über Website IRIS® Media 2007 (http://www.iris-media.com/) —

Dieser hier zitierte Text - als auch der Vorgang selber - ist gleich in mehrere Weise bemerkenswert - und daher Anlass, dass ihm Vorrang vor allen anderen Meldungen eingeräumt wird.

1. War das wirklich heute der letzte Sendebeitrag von dem US-Korrespondenten des Deutschlandfunks?

2. Wieso kommt es, das diese Nachricht - an ihn - bei uns im Mail-Eingangskorb landet?

3. Woher weiss der Absender, dass "DaybyDay" und Herr Buschschlüter in einem Zusammenhang stehen, von dem er selber bislang nichts wissen kann - weil wir es ihm bislang nie gesagt haben?

Zunächst sei die Antwort auf die letzte Frage ist hiermit sogleich erteilt:
Wenn es je eine Hitliste aller Rundfunk-Auslandskorrespondenten geben sollten, die aktuell auf den Wellen dieser Republik zu hören sind, dann ist - mit allem Respekt vor den Leistungen all der Anderen - Siegfried Buschschlüter der erste Platz einzuräumen.

Die Antworten zu den anderen beiden Fragen werden hier an dieser Stelle noch nachgetragen. [1]

Jetzt schicken wir zunächst einmal diesen Beitrag als Link an unseren oben zitierten Hörer zurück, der mit seinem Beitrag auf ganz ungewollte Weise seine Anerkennung zum Ausdruck und zugleich einen echten "fellow traveler" aufgetan hat: den hier unterzeichnenden Herausgeber von "DaybyDay", der sich - nach dem Hören der hier inzwischen dokumentierten Beiträge - diesen oben zitierten Zeilen voll und ganz anschliesst.

Und diese Zeilen ergänzt:

Die "gelassene Souveränität", von der in seinem - unter Punkt 1. zitierten - Interview die Rede ist, ist genau jenes Markenzeichen dieses aussergewöhnlichen Mannes.
Er ist in der Lage, aus dem jeweils Gewöhnlichen das Besondere heraushören zu können. Und: in dem er dieses Besondere als etwas Gewöhnliches darstellt, ermöglicht er es uns, den Hörern, in dem so verdoppelten "Gewöhnlichen" sowohl das Aussergewöhnliche zu entdecken als auch zugleich das Allgemeine.

Es gibt nur sehr wenige Radiomacher, die diese Kunst so beherrschen wie Siegfried Buschschlüter.

Wenn jemand auf der NAB 2008 eine Auszeichnung des "International Chapters" verdient hätte: dann er. Wir schlagen ihn hiermit dafür vor.

WS.

Anmerkungen

[1Die Antwort lässt sich nachlesen auf den Seiten von www.dradio.de und hier auch in den folgenden drei Ausspielungen nachhören:

1. Dirk-Oliver Heckmann im Gespräch mit Siegfried Buschschlüter:

2. Dirk-Oliver Heckmann im Gespräch mit Programmdirektor Günter Müchler:

3. Siegfried Buschschlüter: solo & never better


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