... geklaut oder gekonnt ?!

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 15. Januar 2015 um 16 Uhr 31 Minuten

 

Nach dem ersten Schreck darüber, dass hier ein eigenes und bislang ziemlich einzigartiges Konzept "geklaut" worden wäre, kommt nun eher Freude darüber auf, dass auch von anderer und kompetenter Seite die Chancen zur Gewinnung und Wahrung neuer Mehrwerte im Zusammenhang mit den Themen wie "blogging", "user generated content" uvam. von qualifizierter Seite aufgegriffen und in kompetente Hände gelegt wurden.

"DaybyDay" hat sich seit Ende 2003 um die Umsetzung jener Ideen bemüht, die jetzt von den Kollegen Grothe [1], Harms [2] und Kloth [3] auf einer viel breiteren Basis fortgeführt werden wird.

Dazu sei ihnen viel Fortune gewünscht - und ein langes Leben!


Wir zitieren [4] aus der Web-Seite der Stadt Hamburg vom 17.07.2007:

"Spiegel Online" stellt Zeitgeschichte-Projekt "einestages" vor

[spiegel] "einestages" ist die journalistische Antwort von "Spiegel Online" auf das Mitmach-Web und unterscheidet sich grundsätzlich von herkömmlichen User-Generated Content-Plattformen.

Denn "Spiegel Online" macht mit "einestages" Nutzer und Redaktion zu Partnern in einem gemeinsamen Projekt: dem Erzählen von Zeitgeschichten.

Die Redaktion von "einestages" – so der vorläufige Projektname – setzt die Themen, steuert die Homepage und steht für sorgfältig recherchierte, spannend aufbereitete Texte, verfasst von Nutzern, Redakteuren und Experten.

Dafür kooperiert "einestages" mit renommierten Institutionen wie beispielsweise dem Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz, dem Filmarchiv der Deutschen Wochenschau, dem Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten (Körber-Stiftung) und dem Deutschen Auswandererhaus.

Die Nutzer können Texte, Bilder, Tondokumente und Videos zu Themen der Zeitgeschichte in das Portal einbringen und mit anderen Nutzern über alle veröffentlichten Themen und Dokumente diskutieren – über die 68er Revolte, den Deutschen Herbst oder die Geburtsstunde von Tokio Hotel.

Gemeinsam erschaffen Redaktion und Leser mit "einestages" ein kollektives Gedächtnis unserer Geschichte.

"einestages" ist fester Bestandteil von "Spiegel Online", bietet dem Nutzer aber zahlreiche neue Funktionen und hat eine unverwechselbare Anmutung. Das Konzept entwickelte ein Team in der Redaktion von "Spiegel Online" unter Leitung des stellvertretenden Chefredakteurs Wolfgang Büchner, das Design gestaltete die Kreativagentur Jung von Matt/next. Die Agentur Freiheit.com Technologies entwickelte eine Software, die die lebendige Offenheit eines Community-Portals gewährleistet: Die Nutzer können nicht nur an einer, sondern an vielen Stellen mitwirken.

"einestages" ist kostenlos, mit wenigen Klicks werden Leser zu Autoren: Der Nutzer registriert sich mit Name und E-Mail-Adresse, bekommt ein Passwort zugeschickt und loggt sich ein. Die Steuerungszentrale jedes Nutzers ist seine Profilseite. Dort kann er sich der Community vorstellen, mit anderen Nutzern über ein integriertes Nachrichtensystem in Kontakt treten und Bilder, Texte, Videos und Audios hochladen.

Eine eigene Redaktion prüft jeden Beitrag vor der Veröffentlichung und schaltet ihn erst dann frei. Bei jedem Thema können die Nutzer mitdiskutieren, Hinweise geben, Inhalte bewerten. Durch die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Dokumente miteinander zu verknüpfen, wächst "einestages" zu einem Netzwerk der Erinnerungen.

[...]

Alle veröffentlichten Inhalte sind dauerhaft frei zugänglich. Alle Themen bleiben spannend, weil sie ständig durch neue Informationen, Hinweise und Bilder ergänzt und mit anderen Themen verknüpft werden können.

[...]


PS.

Der Versuch, diesen Dialog mit einem der Beteiligen persönlich zu führen misslang - zunächst. Nein, so wurde heute seitens der Telefonzentrale erklärt, Telefonnummern würden keine genannt werden und im übrigen seien gerade Alle zum Mittagessen weg - aber man könne sich ja die Namen der Redakteure über die Impressums-Seite von Spiegel online aufrufen [5].
Mal sehen, was der Nachmittag bringt. [6]

Ein zweiter Versuch am Nachmittag des 19. Juli 2007 machte alles ganz spielend einfach. Die Telefonzentrale hatte die Namen parat und machte sogar den Weg frei... Merci!

WS.

Anmerkungen

[1- Solveig Grothe, 32, verstärkt die "einestages"-Redaktion. Zuvor war sie Redakteurin bei der "Netzeitung", wo sie ab 2006 die "Readers Edition" leitete. Sie stammt aus Osterburg, volontierte bei der "Altmark-Zeitung" und studierte in Magdeburg Politik, Volkswirtschaftslehre und Soziologie.

[2- Dr. Florian Harms, 33, ist seit 2004 bei "Spiegel Online" und leitet gemeinsam mit Hans Michael Kloth die "einestages"-Redaktion. Der gebürtige Stuttgarter studierte Islamwissenschaft und Politik in Freiburg, Damaskus und Ankara. Er volontierte bei der "Neuen Zürcher Zeitung" und schrieb für die "taz" und die "Süddeutsche Zeitung".

[3- Dr. Hans Michael Kloth, 42, kommt vom "Spiegel", wo er seit 1998 Redakteur im Ressort Deutsche Politik war. Zuvor schrieb er für die "Süddeutsche Zeitung" und die "Berliner Zeitung". Zusammen mit Florian Harms leitet er die "einestages"-Redaktion. Der gebürtige Hamburger studierte Politik, Geschichte und Volkswirtschaft in Freiburg und Oxford.

[4auch dann, wenn hier behauptet wird: "Alle veröffentlichten Inhalte sind dauerhaft frei zugänglich.": Wenn etwas nicht von Dauer ist, dann ist es die Gültigkeit von Links. Deshalb ist, wie die Geschichte dieser Publikation immer wieder deutlich weden lässt, "DaybyDay" nach wie vor ein ständiges Spiessrutenlaufen zwischen den Urhebern, die ihre Ansprüche gewahrt wissen wollen und den Herausgeber eines elektronischen Journals, dessen Absicht es ist, ein elektronisches Konvolut aus der Taufe gehoben zu haben, dass sich über die Aktualität des Augenblicks hinaus bewährt.

[5Was aber in diesem Falle auch nicht weiterführte.
Also auf zum Impressum der SPIEGEL ONLINE GmbH, aber auch dort nicht weiter fündig geworden.
Und auch die Nach-Suche auf der Website der Spiegel-Gruppe führte zu keinem hilfreichen Ergebnis.

[6Zur "Not" gibt es ja es ja immer noch das Impressum:
SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG | Kommunikation |
Brandstwiete 19 | 20457 Hamburg |
Telefon: 040/3007-2687 | Fax: 040/3007-2966 |
E-Mail: Spiegel@spiegel.de
und wer verstanden hat, wie die Mail-Nomenklatur beim Verlag gestrickt ist, sollte sich auch ohne weitere Insiderkenntnisse einen Reim auf die richtige Mailadresse machen können.


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