Das Überleben des Rundfunks in Prag 1968

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 20. August 2018 um 21 Uhr 19 Minutenzum Post-Scriptum

 

Trotz der Besetzung von Prag von vor 50 Jahren kam es an anderen Orten zum Widerstand, wie in Budweis, wo der Flughafen verbarrikadiert wurde. Und: Im Rundfunk, der auch während der Zeit der Resistance nicht zu senden aufhörte...

Das Bodenpersonal des Budweiser Flughafens, ein Militärflughafen, hat die Landeflächen verstellt mit allen möglichen Sachen. Und so konnten die nicht landen.

So viel zum an anderer Stelle zitierten Thema: "We are not at war, we are at work".

Vor fünf Jahren hatte Otto Langels für das Kalenderblatt des Deutschlandradios diese Beitrag über Das Ende des Prager Frühlings geschrieben.

Ende letzter Woche hat sich dann der Deutschlandfunk Nova zu diesem Thema mit "Eine[r] Stunde History" zu Wort gemeldet: Das Ende des Prager Frühlings 1968 ist in der hier dokumentierten Fassung wesentlich ausführlicher. Das gilt auch für den Podcast zu dieser Sendung.

Am 20. August 2018 kommt dann Peter Lange, Redaktion Barbara Roth, um 18:40 Uhr wieder zu Wort.
Sein Beitrag über "Die Niederschlagung des Prager Frühlings. Unterwerfung der Freiheit"

Die Sendung von Peter Lange, Redaktion Barbara Roth, aus der hier zitiert wird, berichtet von diesem Widerstand in Budweis (siehe oben) und der JournalistInnen:

Bei den Kämpfen vor dem Radiogebäude kommen an diesem Morgen 15 Zivilisten ums Leben. Das Gebäude wird besetzt, aber der Rundfunk verstummt nicht. Die Mitarbeiter des Radios senden zunächst aus einem Geheimstudio, später aus improvisierten Studios in wechselnden Privatwohnungen.

"Das war der springende Punkt der nächsten sieben Tage, dass das nicht glückte, und dass das Land mehr oder weniger von Rundfunk und Fernsehen regiert wurde."

"Wenn Ihr auf dieser Welle andere Stimmen hört als die Euch vertrauten, dann heißt das, dass wir nicht mehr senden. Hört nicht auf die Informationen anderer Stimmen.

Der Beitrag endet mit einem Auszug aus der Rundfunk-Rede des gebrochenen Alexander Dubček nach dessen Rückkehr aus Moskau.