Siem Reap <-> Phnom Kulen

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 3. März 2018 um 22 Uhr 48 Minutenzum Post-Scriptum

 

Phnom Kulen

Auf der Bergesspitze, der 5 Meter lange liegende Buddha rmit Namen Preah An Thom


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samt Opfergaben


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Fluss der tausend Lingams

- Fotofolgt-

Wasserfall


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Bantheay Srei


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P.S.

Dieses ist der letzte Tag in dem echt überzeugenden Sakmut Boutique Hotel mit seinen vielfältigen Angeboten: von der Möglichkeit, sich schon auf dem Zimmer einen Tee zu kochen, um sodann von dort auch direkt auf eine Art Veranda zu treten, die wiederum an einem sehr grosszügigen Pool liegt, der von dort aus direkt mit nur einem Schritt erreicht werden kann... bis hin zum Internetzugang, der nun auch auf Nachfrage zu Beginn des Aufenthalts per Fernwartung mit einem WPA/WPA2-Zugang verschlüsselt wurde. Und der in wenigen Stunden mit dem Beginn der Weiterreise von Siem Reap nach Banteay Chhmar nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Dieses alles wird hier nochmals unterstrichen, weil es am Ende dieses Abend noch zu einem unglücklichen Aufenthalt in einem der sogenannten "grossen Hotels" dieser Stadt gekommen ist, dem Le Meridien Angkor. Dort fand ein abendlicher Empfang aus Anlass der "1st Cambodia Travel Mart" statt. Und am Rande dieser Veranstaltung war eine kurze persönliche Begegnung mit einem der Beteiligten geplant. Alles war von langer Hand gut vorbereitet. Im mehrfachen Mailverkehr gegenseitig bestätigt und aktualisiert worden.

Und dann dieses: Bei der dennoch verspäteten Ankunft mit dem Tuk Tuk - das zuvor an dieser Stelle so hoch gelobte Hotel brauchte mehr als eine 1/4 Stunde, um einen der dienstbaren Fahrer herbeizurufen - war es bei der Ankunft in der Lobby nicht möglich, den gesuchten Ansprechpartner sofort ausfindig zu machen. Also an den Empfangsschalter und darum gebeten, die gesuchte Person über sein Mobiltelefon kurz zu benachrichtigen, damit es zu der avisierten Begegnung kommen kann. Ein Bitte, die zu erfüllen, kurzum verweigert wird. Auch nach mehrfachem Drängen nicht. Die Rufnummer des Teilnehmers habe ein thailändische Vorwahl. Und selbst für einen solchen "Lockruf" sei das Hotel nicht bereit, die Kosten zu übernehmen (sic).

Nach dieser ebenso unerwarteten wie unerhörten Auskunft - schliesslich haben die verantwortlichen Veranstalter dieses Empfangs einen nicht ganz unerheblichen Betrag für die Ausrichtung dieses Abends auf den Tisch des Hauses legen müssen - einen W-Lan Zugang des Hauses gesucht, diesen gefunden und nach dessen Aktivierung erneut per Mail eine weitere Aktualiserung der Korrespondenz herbeigeführt.

Kurz darauf kam diese Antwort: Oh no, I just got your message. We left five minutes ago with vice minister. I am so sorry.  [...] Again, my apologies. We must have missed each other by minutes as I was in the lobby. 

Nein, werter Herr, Sie haben keinen Grund, sich entschuldigen zu müssen. Sie waren "im Dienst" und hatten sich bereitgefunden, sich am Rande dieses Events mit einem jener Menschen zu treffen, der sozusagen an diesem Abend exemplarisch die target group hätte vertreten können, mit ganz persönlichen eigenen Eindrücken, Anregungen, und - vielleicht - sogar Vorschlägen.

Dass es dazu nicht gekommen ist, ist dem gleich doppelten "Versagen" der beiden Hotels geschuldet. Ersterem, dass sich selber gerne selbst als Luxus-Hotel einstuft, aber denn dennoch nicht in der Lage war, sofort auf Zuruf einen Fahrdienst bereitzuhalten. Vor allem aber Zweiterem.

1. Diese Geschichte wird keinen Abbruch des guten Empfindens an dem bislang wohlgelungenen Urlaub zur Folge haben, auch wenn es natürlich reizvoll gewesen wäre, aus diesen bisherigen Erfahrungen eine gemeinsame win-win-Situation zu entwickeln, auf der sich etwas hätte aufbauen lassen. Schliesslich hat die früher Rückkehr dazu geführt, im Anschluss an eine ebenso kräftige wie gute Khmer-Massage noch einen gemeinsamen Abend in der offenen Bar auf dem Dachgeschoss dieses gastlichen Hauses zu verbringen und dort diese wunderbare Woche stilvoll ausklingen zu lassen.

2. Sie wird auch nicht nur an dieser Stelle ihren Niederschlag finden. Sondern die beiden Hotelverantworlichen werden bzw. wurden auf diesen hier geschilderten Vorfall angesprochen. Im Le Meridien, wurden mehrere der dort vor dem Empfang herumstehenden Leute angesprochen. Mit nur einer einzigen Frage: ob es in diesem Hause überhaupt jemanden gäbe, der auch französisch sprechen würde. Nach einigem hin und her kommt die Antwort, dass es doch ein Person in diesem Hause gäbe, der auch französisch Reden würde, der Chef selber.... und auf die etwas nachdrücklicher formulierte Bitte, ihn selber sprechen zu können, taucht dieser auch auf: ein junger eloquenter Mann, wenn auch ohne Namen oder Visitenkarte.
In dem nachfolgenden Gespräch sind wir uns schnell einig: so etwas hätte nicht passieren dürfen und steht einem Hause wie diesem wahrlich nicht gut zu Gesicht.
C’est tout!

3. Wird hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht? Nun ja, Elefanten habe ja in diesem Lande, in dieser Region und angesichts der Erlebnisse der letzten Tage wahrlich Konjunktur ;-) Was die Summe dieser Erfahrungen ist, lässt sich dieses vielleicht am besten so zusammenfassen: Wäre dem Autor für seine Berichterstattung als incentve alternativ eine Gratiswoche im Le Meridien oder im Sakmut vorgeschlagen worden, er hätte sich für Letzteres entschieden. So viel Herzlichkeit und Qualität miteinander gepaart, kann selbst ein so grosses Haus wie das am Abend zuvor besuchte einfach nicht bieten [2]

Anmerkungen

[1Um es noch krasser und eindutiger zu formulieren: In einem solchen Laden, der von aussen Nichts zu bieten hat als eine riesige Vorfahrt, die Lobbykälte einer Wartehalle und einen Empfangstresen, über den viele Dollarnoten verstreut waren, aber an dem ein Anruf für vielleicht einen Dollar oder auch zwei verweigert wird, mag bleiben, wer will. Aber kein Urlauber, der, anders als Malraux, sich der Schätze des Landes nicht bemächtigen - siehe: Le Monde vom 12. August 2013 - sondern sie mit grossem Staunen und Anerkennung für diese wahrlich kulturhistorischen Leistungen wahr-nehmen will.

[2Um es noch krasser und eindutiger zu formulieren: In einem solchen Laden, der von aussen Nichts zu bieten hat als eine riesige Vorfahrt, die Lobbykälte einer Wartehalle und einen Empfangstresen, über den viele Dollarnoten verstreut waren, aber an dem ein Anruf für vielleicht einen Dollar oder auch zwei verweigert wird, mag bleiben, wer will. Aber kein Urlauber, der, anders als Malraux, sich der Schätze des Landes nicht bemächtigen - siehe: Le Monde vom 12. August 2013 - sondern sie mit grossem Staunen und Anerkennung für diese wahrlich kulturhistorischen Leistungen wahr-nehmen will.