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Auf Treu und Glauben

Samstag 12. November 2005, von Dr. Wolf Siegert

Was ist,
wenn Sie alles arrangiert haben, um den Gefährnissen der wirtschaftlichen Bedrohungen zu entgehen und Ihnen dann das Handwerk gelegt, weil - ja, warum eigentlich - weil es zu einer "Verkettung unglücklicher Umstände" kommt;
wenn Sie alles menschenmögliche getan haben um den eigenen Wert auch durch den geschäftlich zugewiesenen Wert abzusichern;
wenn Sie gezwungen werden, auch noch für die Machenschaften Dritter einzustehen weil diese kleverer, brutaler, raffinierter waren als man es selber je hätte sein können;
wenn Sie einsehen müssen dass der "gesunde Menschenverstand", der "Glaube an das Gute im Menschen" und "ein Wort ist ein Wort" keinerlei Gültigkeit mehr haben;
wenn auch das "Gute Gewissen" keine Ruhekissen mehr ist, "Treu und Glauben" nicht einmal mehr als Worthülsen taugen?

An solchen Tagen sollte man - auch auf die Gefahr hin, ein unbeschriebenes Blatt zu hinterlassen - vielleicht am besten gar nicht(s) mehr schreiben. Oder sich einfach nur darüber freuen, dass Deutschland und Frankreich im Fussballstation von St.Denis bei Paris an diesem Abend 0:0 gespielt haben.

Lieber ein "Stalemate" als ein "Stalker"-Opfer.

WS.